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Chaos in Athen: Griechenland manipuliert erneut Defizit-Zahlen

Griechenland hat offenbar bei seinen aktuellen Defizit-Meldungen an die Troika erneut getrickst. Die Troika will ihre Prüfungen erst fortsetzen, wenn neue Einsparungen vorliegen, die weit über das hinausgehen, was die Griechen bisher planen. Die griechische Regierung spricht von Erpressung. Tatsächlich ist die Lage in Athen ein einziges Desaster.

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Die griechische Regierung behauptet, während der ersten neun Monate des Jahres 2013 ein leichtes Haushaltsplus vor Zinsen (sog. Primärüberschuss) erzielt zu haben.

Demnach habe sich im Zeitraum Januar-September 2013 ein Primärüberschuss von +2,632 Mrd. ergeben. Das Haushaltsdefizit unter Einschluss der geleisteten Zinszahlungen in Höhe von 5,289 Mrd. Euro betrage nur noch -2,657 Mrd. Euro (hier die offiziellen Zahlen).

EU und Bundesregierung greifen diese Botschaft gerne auf, denn die Jubelmeldung vom Primärüberschuss ist nach jahrelangen Negativzeilen so etwas wie der erste Silberstreif am griechischen Krisenhorizont. Die Nachricht vom Primärüberschuss wird als Argument für die Richtigkeit des eingeschlagenen Euro-Rettungskurses verwendet.

In den etablierten Medien wurde die jüngste Verlautbarung der griechischen Regierung eilfertig nachgebetet. Kritisch hinterfragt wurde nichts. Von „einem spektakulären Erfolg im Kampf um solide Staatsfinanzen“ ist die Rede.

Nun aber sind ganz aktuell auf dem Wirtschaftsblog Querschüsse eindeutige Belege dafür veröffentlicht worden, dass die aktuellen griechischen Haushaltszahlen geschönt sind. Der vermeintliche Primärüberschuss entpuppt sich bei näherem Hinsehen als das Produkt gezielter Manipulation. Die hat auch der Griechenland-Blog analysiert – und ist zu demselben Ergebnis gelangt.

Das griechische Finanzministerium unterschlägt demnach im Haushalt – offenbar mit Billigung der EU-Kommission – milliardenschwere Ausgaben für Bankenrettungen. Diese Kosten müssten gemäß den geltenden Regeln („Protokoll über das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit“) nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung (ESVG 1995) im Haushalt eigentlich ausgewiesen werden.

Das wahre Defizit („Maastricht-Defizit“) nach ESVG offenbart sich erst, wenn man einen Blick auf den Finanzierungssaldo des Staates wirft, der mit der vierteljährlichen Finanzierungsrechnung (FR) im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung veröffentlicht wird. Und die Zahlen sehen, wenn man das Original analysiert, gar nicht gut aus.

Und der Finanzierungssaldo mit genauem Ausweis der Kosten für die Bankenrettung zeigt: Im 2. Quartal 2013 betrugen sie 11,399 Milliarden Euro. Diese Zahlen für den Finanzierungssaldo reichen momentan nur bis zum 2. Quartal 2013. Aber selbst wenn in Q3 2013 keine weiteren Zahlungen des griechischen Staates an die Banken geflossen sein sollten, betrug im ersten Halbjahr der Finanzierungssaldo -21,375 Mrd. Euro. Und dieser negative Betrag dürfte in den Monaten Juli bis September nicht oder allenfalls geringfügig zurückgegangen sein.

Im Haushalt tauchen die Kosten für die Bankenrettung dagegen nicht auf. Man bucht sie einfach nicht als Ausgaben. Das wird vollends deutlich, wenn man sich auch für den griechischen Haushalt die Zahlen bis einschließlich Q2 2013 anschaut. Der griechische Staatshaushalt wies nach dieser frisierten Aufstellung im ersten Halbjahr 2013 nur ein Primärdefizit von -1,511 Mrd. Euro und ein Defizit mit Zinszahlungen von -4,991 Mrd. Euro aus. (Quelle: Staatshaushalt Griechenland Januar bis Juni 2013).

Das Unterschlagen der Kosten für Bankenrettungen ist allerdings nicht der einzige Trick, mit dem die griechische Regierung ihre Haushaltszahlen aufhübscht. Weiterhin kommen auch Zahlungsrückstände des Staates und “Buchgewinne” aus griechischen Staatsanleihen, welche die EZB dem griechischen Staatshaushalt zuführte und dort unter Einnahmen gebucht wurden, zum Tragen.

Der Bericht im Wortlaut:

„Darin enthalten ist ein Betrag von 1,5 Milliarden Euro, der sich auf den Transfer künftiger Einnahmen aus dem Ankaufprogramm von Staatsanleihen (SMP) bezieht. Es wird darauf hingewiesen, dass die SMP-Einnahmen im Staatshaushalt für 2013 nicht in Betracht gezogen worden waren, da sie auf einer Entscheidung des Europäischen Rates vom 26. und 27. November 2012 beruhen, die nach der Verabschiedung des Staatshaushalts im griechischen Parlament getroffen wurde.“

Fest steht auch, dass es hohe Zahlungsrückstände gibt. So hat offenbar der griechische Staat einfach die Mehrwertsteuerrückzahlung an Unternehmen ausgesetzt. Es geht hier um einen Betrag in der Größenordnung von 4 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Der Staat zögert einfach Zahlungen, zu denen er gesetzlich verpflichtet ist, hinaus und weist das dann als Konsolidierungsmaßnahme aus.

Die Zahlungsrückstände könnten sich in der undurchsichtigen griechischen Statistik möglicherweise unter Settlement of General Government arrears PDF Seite 3 mit 4,195 Mrd. Euro verbergen. Dasselbe ist auch aufgeführt unter den Spalten Primärsaldo und State Budget Balance, bei Settlement of General Government arrears via the special
appropriation auf PDF Seite 2, aber eben separat und beeinflußt weder Primary Balance und State Budget Balance.

Fazit: Die griechische Regierung führt ihre europäischen Partner und die Öffentlichkeit mit manipulierten Haushaltszahlen einmal mehr hinters Licht. Die „Konsolidierungserfolge“ offenbaren sich bei genauem Hinsehen als reine Zahlentrickserei.

Und während das griechische Finanzministerium Einnahmeerfolge vermeldet, wird auf www.querschuesse.de gezeigt, wie es wirklich aussieht. Demnach befinden sich die Steuereinnahmen des griechischen Staats weiter im freien Fall: Die Mehrwertsteuereinnahmen sanken im September 2013 um -11,6 Prozent gegenüber denen des Vorjahresmonats. Kumuliert von Januar bis September 2013 ging es um -9,7% zum Vorjahreszeitraum abwärts.

Und die privaten Einkommensteuereinnahmen (Privat Income Tax), schmierten in den ersten 9 Monaten 2013 um -21,4% zum Vorjahreszeitraum ab, auf 5,451 Mrd. Euro, während die Körperschaftssteur (Corporate Income Tax) in den ersten 9 Monaten 2013 um -4,4% zum Vorjahreszeitraum auf 1,093 Mrd. Euro sank!

Der Versuch, Griechenland im Euro zu belassen und das Land „gesund zu sparen“ muss endgültig als gescheitert angesehen werden.

Nun geht es offenbar nur noch darum, der Öffentlichkeit in Griechenland und in den anderen europäischen Ländern diese unangenehme Wahrheit durch Lug und Trug möglichst lange vorzuenthalten.

Matthias Elbers, geboren 1973 in Laupheim (Oberschwaben), studierte in Marburg Wirtschaftsgeschichte, Politikwissenschaft und Soziologie. Als Redakteur bei der Finanzfachzeitung „Der Neue Kämmerer“ hat er umfangreich zur Eurokrise publiziert. Heute ist Elbers in der Energiebranche tätig. Elbers ist der Verfasser des Dossiers „Das Euro-Desaster: Wie verblendete Politiker Europa ruinieren und unsere Demokratie zerstören“. Gratis-Download unter: www.matthiaselbers.de

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Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Seehofer: Die Lage ist „ernst und bedrohlich“
Der bayrische Ministerpräsident hält die Sicherheitslage nach den Anschlägen in Bayern für ernst un bedrohlich. Er rief die Bürger zur Wachsamkeit auf. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte dagegen, dass von den Flüchtlingen keine besonders hohe Gefahr ausgehe.
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: dpa)

Nach dem zweiten Anschlag in Deutschland binnen einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Sicherheitslage als «ernst und bedrohlich» beschrieben. Seehofer riet den Bundesbürgern im Münchner Merkur zu Wachsamkeit. Es helfe nicht, an der Realität vorbeizudiskutieren. «Bei uns leben viele Flüchtlinge, die ein schweres Schicksal haben und denen wir helfen sollten. Aber unter ihnen gibt es leider Menschen mit einem erschreckenden Gewaltpotenzial.»

Am Montag vergangener Woche hatte ein junger Flüchtling unter anderem in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen. Sonntagabend zündete dann ein syrischer Flüchtling bei einem Musikfestival im mittelfränkischen Ansbach einen Sprengsatz und tötete sich damit selbst. 15 Menschen wurden verletzt.

Als Reaktion auf die beiden Attacken und auf den Amoklauf von München kündigte Seehofer einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an. «Die Aufstockung wird signifikant sein», sagte er der Zeitung weiter. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass «alles Menschenmögliche für ihre Sicherheit getan wird».

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach den Gewalttaten von Würzburg und Ansbach erneut vor einer Vorverurteilung muslimischer Flüchtlinge gewarnt. «Wir wissen, dass Flüchtlinge weder Heilige noch Sünder sind», sagte der Minister am Montagabend im ZDF. Man könne aber nicht sagen, dass von ihnen eine besondere hohe Gefahr ausgehe. Er empfehle den Bürgern deshalb, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten. Es gebe zwar Verunsicherung bei den Deutschen. Aber: «Ich kann nicht erkennen, dass unsere deutsche Bevölkerung voller Angst ist», sagte der CDU-Politiker.

Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft
Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.
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Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. Nun verbinden sie auch noch die Attentäter von Istanbul. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Erdogan und sein Amtskollege Putin. (Foto: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Montagabend gesagt, dass die Organisation des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch unternehmen könnte, berichtet Haberler. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew ist ein Kreml-naher und gleichzeitig Erdogan-naher Politiker, der bei der Aussöhnung zwischen Putin und Erdogan die Schlüsselrolle gespielt hat.

In Kirgisien gab es im Zuge der „Farbrevolutionen“ einen Umsturzversuch der Regierung. Wie bei allen anderen „Farbrevolutionen“, erhielten die Anhänger der „Tulpen-Revolution“ in Kirgisien Unterstützung aus den USA. Als Geldgeber fungierten US-Stiftungen und der US-Milliardär George Soros. Der Spiegel hatte bereits im Jahr 2005 von einer regelrechten weltweiten „Revolutions-GmbH“ berichtet.

Der pensionierte US-Oberst Robert Helvey und Mitarbeiter der Defense Intelligence Agency (DIA) und weitere ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter agieren als „Trainer“ von Demonstranten und Aktivisten, berichtet George N. Katsiaficas in seinem Buch „Asia’s Unknown Uprisings“.

Stratfor berichtete im Jahr 2010, dass die versuchte Revolution in Kirgisien ganz offen von westlichen Nichtregierungsorganisationen organisiert und unterstützt wurde, um die pro-russischen Eliten abzusetzen. Doch die sind aktuell erneut an der Macht und auch die Ambitionen der USA und der Nato, die Regierung in Bischkek zu stürzen und sie durch pro-westliche Eliten zu, dauern an.

Kirgisien hat Grenzen mit Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China. Es gibt einen direkten Weg von Kirgisien in die chinesische Region Sincan (Xinjang), wo die uigurische Minderheit lebt. Dort ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Uiguren und Sicherheitskräften gekommen. Sincan wurde im Jahr 1948 von China besetzt. Es ist neben Tibet eines der größten Unruheregionen.

Von Kirgisien aus, würden sich in ganz Zentralasien humanitäre oder militärische Operationen durchführen lassen. In dem Land befindet sich ein aktiver russischer Luftwaffenstützpunkt und ein offiziell inaktiver US-amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, der beim Afghanistan-Einsatz genutzt wurde.

Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Russland und Syrien erzielen weitere Erfolge gegen Söldner-Truppen
Die syrische Armee hat mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wichtige Gebäude in der Stadt Aleppo von den Islamisten befreit. Die internationalen und islamistischen Söldner, die sich als syrische „Opposition“ ausgeben, fordern ein Ende der Luftschläge.
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Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. Doch nun wird ein Stopp der Luftangriffe gefordert. (Foto: dpa)

Obama und Putin wollen die Terror-Miliz ISIS ausschalten. (Foto: dpa)

Die syrische Armee (SAA) hat am Montag mit Hilfe der russischen Luftwaffe die Kontrolle über zwölf wichtige Gebäude im Al-Layramoun-Viertel der Stadt Aleppo errungen, berichtet Al-Masdar News. Im Einsatz war die 4. Mechanisierte Division der SAA. Die Gebäude standen zuvor unter der Kontrolle von islamistischen Söldner. Der Vorstoß ist deshalb so wichtig, weil die SAA kurz davor steht, das Industrieviertel von Al-Layramoun einzunehmen.

Russland hat Syrien mit mehreren Pionierpanzern des Typs IMR-2M versorgt, die die T-90-Panzer unterstützen sollen, berichtet South Front. Der IMR-2M eignet sich dazu, Hindernisse, wie beispielsweise große Gebäudeteile oder Felsbrocken, auf einem Schlachtfeld zu beseitigen, um das Vordringen der T-90-Panzer zu ermöglichen.

Die syrische „Opposition“, einschließlich der islamistischen Söldner-Truppen, fordern den Stopp der Luftangriffe auf Ziele der Terror-Miliz ISIS, da bei den Luftangriffen zahlreiche Zivilisten ums Leben kommen würden. Derartige Vorfälle trieben den Terroristen neue Anhänger in die Arme, erklärte der Präsident der Syrischen National-Koalition, Anas al-Abdah, in einem am späten Mittwochabend verbreiteten Brief an die Staaten der Anti-IS-Koalition.

Tatsächlich sind in den vergangenen Tagen offenbar zahlreiche Zivilisten bei Luftangriffen der Amerikaner und der Franzosen getötet worden. 

US-Präsident Obama und Russlands Präsident Putin kooperieren in Syrien. Die zahlreichen internationalen und islamistischen Söldner kämpfen dagegen auf eigene Rechnung, weil sie von verschiedenen Staaten, vor allem aus der Golf-Region, finanziert werden.

Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Trump überholt Hillary Clinton erstmals bei Umfrage
Donald Trump hat Hillary Clinton erstmals bei einer Umfrage überholt. Interessant: Die Umfrage wurde von CNN durchgeführt, einem eher dem Lager der Demokraten zuzurechnenden TV-Sender.
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Donald Trump. (Foto: dpa)

Donald Trump. (Foto: dpa)

Nach dem Nominierungs-Parteitag der Republikaner hat deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht. Trump lag in einer Befragung für CNN vom Montag bei 48 Prozent Wählerzustimmung, die demokratische Anwärterin Hillary Clinton bei 45 Prozent. Damit legte Trump sechs Prozentpunkte hinzu.

Clinton soll am Dienstag beim Parteitag der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden. Am Donnerstag wird die frühere Außenministerin ihre erste Rede als offizielle Präsidentschaftskandidatin halten. Kurz vor dem Parteitag hatte sie den Senator Tim Kaine als ihren Vizepräsidenschaftskandidaten benannt.

Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Deutsche Banken-Aufsicht plant strengen Stresstest für Sparkassen
Sparkassen, Volks- und Raffeisenbanken und kleine unabhängige Banken werden demnächst einem strengeren Stresstest unterzogen als die internationalen Großbanken: Sie müssen ein Niedrigzins-Szenario bestehen - was den großen Banken erspart bleibt, allerdings für alle Banken gleichermaßen problematisch ist.
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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Nach dem umfassenden Stresstest für Großbanken in Europa müssen sich auch kleinere deutsche Institute auf einen abgespeckten Belastungstest einstellen. Die Bundesbank will zusammen mit der Finanzaufsicht BaFin eine Niedrigzinsumfrage aus dem Jahr 2015 neu auflegen, erklärte die Bundesbank am Montag. „Wir wollen damit die Widerstandskraft der Banken und Sparkassen im Niedrigzinsumfeld überprüfen“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret der Deutschen Presse-Agentur. Die Umfrage zielt vor allem auf die rund 1500 Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie kleinere Privatbanken in Deutschland.

Die Ergebnisse des Stresstests für Großbanken will die Regulierungsbehörde EBA am Freitagabend veröffentlichen. Ein Niedrigzins-Szenario ist dabei jedoch nicht enthalten, was bei vielen Bankern und Experten auf Unverständnis stößt. Die Leitzinsen im Euro-Raum liegen auf einem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken Strafzinsen bezahlen, wenn sie über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Geld parken. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen fällt es vielen Geldhäusern zunehmend schwer, im angestammten Kreditgeschäft auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Bei ihrem nächsten Belastungstest wollen Bundesbank und BaFin von den Geschäftszahlen der Institute für 2016 ausgehen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im zweiten Halbjahr 2017 veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr waren die Bankenwächter zu dem Schluss gekommen, dass die allermeisten kleinen und mittelgroßen Banken in Deutschland trotz massiver Gewinneinbußen in den nächsten Jahren die niedrigen Zinsen verkraften können. Bei der Prüfung, deren Ergebnisse im vergangenen September veröffentlicht wurden, waren die Institute bis 2019 im Schnitt von einem Gewinnrückgang um 25 Prozent vor Steuern ausgegangen.

BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
Das BKA meldet einen signifikanten Anstieg von Personen unter Terrorverdacht, die sich unter die Flüchtlinge gemischt haben. Darunter sollen sich auch „islamistisch motivierte Kriegsverbrecher“ befinden.
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Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen und gegen die ermittelt wird, ist laut einem Zeitungsbericht zuletzt angestiegen. Derzeit liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder 410 Hinweise auf mögliche Extremisten unter den Flüchtlingen vor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtete.

Auch der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Mitte Mai hatte es demnach noch 369 Hinweise gegeben. In 60 Fällen leiteten die Behörden demnach Ermittlungsverfahren ein. Auch dies sei eine Zunahme; vor zweieinhalb Monaten seien es noch 40 Verfahren gewesen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne, auch nicht auf den Bahnverkehr, vor“, hieß es laut „NOZ“ aus dem BKA. Auch die jüngsten Attentate hätten nicht zu einer anderen Einschätzung der Gefährdung geführt.

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitierte die NOZ weiter aus einem BKA-Schreiben. Die Attentate von Paris hätten gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen.

Auch die Zahl der islamistischen Extremisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien machten, um dort auf der Seite des IS im Bürgerkrieg zu kämpfen, wuchs laut dem Bericht zuletzt weiter. Nach derzeitigem Stand seien laut BKA etwa 840 Unterstützer nach Syrien gereist – im Mai seien es erst 800 gewesen. Gut ein Drittel ist wieder zurück in Deutschland, etwa 70 waren nach Erkenntnissen der Ermittler in Ausbildungslagern oder nahmen an Kampfhandlungen teil.

Am Sonntagabend hatte sich im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Wenige Tage zuvor hatte bei Würzburg ein 17-jähriger Flüchtling aus vermutlich islamistischen Motiven Reisende mit Axt und Messer angegriffen. In einem Regionalzug und später auf der Flucht verletzte er fünf Menschen schwer. Polizisten erschossen den Jugendlichen.

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