Krisen-Anzeichen bei BMW: Weniger Gewinn

Trotz Rekordverkäufen in den ersten neuen Monaten sind die Gewinne bei BMW im dritten Quartal eingebrochen. Schuld sind niedrige Margen in China, hohe Personalkosten und ein starker Wettbewerb. Zudem investiert BMW intensiv in Elektromobilität. Den Konkurrenten Audi und Mercedes Benz begegnen die Münchener auf Augenhöhe.

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Die Quartalszahlen von BMW im Überblick. Das Ergebnis vor Steuern soll auch im vierten Quartal weiter sinken. (Grafik: BMW/Quartalsbericht zum 30. September 2013)

Die Quartalszahlen von BMW im Überblick. Das Ergebnis vor Steuern soll auch im vierten Quartal weiter sinken. (Grafik: BMW/Quartalsbericht zum 30. September 2013)

Ein schwacher europäischer Binnenmarkt, hohe Investitionsausgaben und ein starker Wettbewerb haben BMW einen Gewinnrückgang beschert. Der Konzern veröffentlichte am Dienstag seinen Quartalsbericht. Demnach fiel der Gewinn vor Steuern um 3,7 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich bleibt den Münchener Autobauern ein Nettoprofit von 1,3 Milliarden Euro.

Der Gesamtumsatz fiel im dritten Quartal um 0,4 Prozent auf 18,75 Milliarden Euro. Ungünstige Wechselkurse, die den Euro gegenüber anderen Währungen aufgewertet haben, sind maßgeblich dafür verantwortlich, berichtet die FT.

In der Kernsparte Automobile sackte der Betriebsgewinn trotz rekordhoher Verkaufszahlen im dritten Quartal um sechs Prozent auf 1,55 Milliarden Euro ab, teilte der Konzern einem Bericht vom Handelsblatt zufolge am Dienstag in München mit.

Man sei aber „auf einem guten Weg“, das Jahresziel zu erreichen, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. BMW will bis Ende des Jahres einen Verkaufserlös zwischen acht und 10 Prozent erreichen.

Dank einer starken Nachfrage in Asien konnte BMW, in den ersten drei Quartalen 1,44 Millionen Fahrzeuge weltweit verkaufen (mehr hier). In China stieg der Verkauft um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Europa sind die Verkäufe hingegen um zehn Prozent eingebrochen. Die Premiumhersteller versuchen, die schwache Nachfrage durch hohe Preisrabatte für sich zu beeinflussen.

Um die Nachfrage bewältigen zu können, hat BMW sein Personal um fünf Prozent aufgestockt. Das Drückt die Marge von 9,6 auf 9,0 Prozent. Bei Audi beträgt die Gewinn-Marge 9,4 Prozent und bei Mercedes-Benz 7,3 Prozent. Audi und Mercedes erzielten ebenfalls Rekordzahlen bei ihren Fahrzeugverkäufen (hier).

BMW investiert in großem Stil in die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge, insbesondere für das Stadtfahrzeug i3 mit einer Karosserie aus Karbonfaser, das in wenigen Wochen auf den Markt kommen soll. Ob und wann die Investitionen Gewinne einbringen, ist jedoch noch nicht abzusehen. Im vierten Quartal soll das Ergebnis vor Steuern weiter sinken (siehe Grafik).

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