Britische Banken simulieren massiven Cyber-Krieg

Wenn es am Dienstag zu einem Crash an den Finanzmärkten kommt, könnten die Briten schuld sein: Sie testen in einem Kriegs-Spiel mit dem Namen „Waking Shark II“ („Erwachender Hai II“) einen massiven Cyber-Angriff auf die City.

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Am Montag war Karnevals-Eröffnung im Rheinland.

Heute, Dienstag, startet in London ein Karneval ganz anderer Art.

Britische Behörden prüfen am Dienstag in einem aufwendigen Kriegsspiel die Abwehrbereitschaft Londoner Banken im Falle von Cyber-Angriffen. Die Notenbank, das Finanzministerium sowie die Finanzaufsicht FCA wollen mit der Übung namens

„Waking Shark II“ („Erwachender Hai II“) unter anderem ermitteln, wie die Institute die Versorgung von Geldautomaten sicherstellen und wie sie untereinander und mit den Behörden kommunizieren, zitiert Reuters mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein besonderer Fokus werde auf das Investmentbanking gelegt, hieß es weiter. Es handelt sich um eine der bislang größten Simulationen dieser Art weltweit.

Erst kürzlichen haben die Briten angekündigt, dass das Finanzsystem massiv aufgerüstet werden müsse, um einen Cyber-Krieg führen zu können – auch als Angriffskrieg (hier).

Ob bei dem Einsatz am Dienstag auch islamistische Terroristen eingesetzt werden, ist nicht bekannt: Sie wurden von einer Aufsichtsbehörde als die größte Gefahr für das Weltfinanzsystem identifiziert (mehr hier).

Die Amerikaner planen ihrerseits eine Übung mit flächendeckendem Stromausfall (hier).

Sollten die Kriegsspiele ohne Crash enden, werden die Angelsachsen den Angriff sicher bald wiederholen.

Zeit und Ort bleiben, wie bei jedem anständigen Crash, geheim.

Die Haie kreisen jedoch schon seit längerem (mehr hier).

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