Lebensgefühl: Europäer spüren Schere zwischen Arm und Reich

Die Euro-Krise hat Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Europäer. Vor allem in Osteuropa wächst der Frust. Das Vertrauen in die Institutionen hat deutlich nachgelassen. Auch die Deutschen sind ernüchtert.

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Zwischen 2007 und 2011 ist der Optimismus in der EU zurückgegangen. Die gefühlte Ungleichheit hat zugenommen.

Die harten Fakten zur wirtschaftlichen Entwicklung in der EU sind deutlich negativ. So lag 2011 das Pro-Kopf-BIP in 22 EU-Staaten niedriger 2008. Die Arbeitslosenquoten stiegen in 25 der 27 Länder. Daher hat sich auch das subjektive Wohlbefinden in vielen EU-Ländern deutlich verringert, so eine Studie von Eurofound.

In den Ländern, die vom wirtschaftlichen Abschwung am stärksten betroffen sind, haben der Optimismus und das Vertrauen in Institutionen deutlich nachlassen.

Gruppen, die bereits zuvor benachteiligt waren – Langzeitarbeitslose, ältere Menschen in Mittel- und Osteuropa und Alleinerziehende –, melden den höchsten Grad an materieller Deprivation und Unzufriedenheit mit ihrer Lebenssituation.

Nicht alle EU-Staaten sind in gleichem Maße betroffen. Dem Rückgang des subjektiven Wohlbefindens in vielen westeuropäischen EU-Ländern steht eine Verbesserung in den östlichen Ländern gegenüber.

Zu den Bevölkerungsgruppen mit geringem Wohlbefinden gehören vor allem Menschen, die durch eine Behinderung oder Krankheit eingeschränkt sind, sowie Arbeitslose.