JPMorgan-Banker klagt gegen seine Auslieferung an die USA

Ein früherer JPMorgan-Manager wehrt sich vor dem Obersten Gericht Spaniens gegen seine Auslieferung in die USA. Er war der Vorgesetzte des als „Wal von London“ bekannten Traders Bruno Iksil, der mit riskanten Wetten auf Derivate 6,2 Milliarden Dollar verspielte.

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Im Handelsskandal um den „Wal von London“ wehrt sich ein früherer Manager der amerikanischen Großbank JPMorgan Chase gegen seine Auslieferung in die USA. Der Spanier Javier Martin-Artajo war Vorgesetzter von Händler Bruno Iksil, der mit riskanten Wetten auf Derivate in der Londoner JPMorgan-Niederlassung 6,2 Milliarden Dollar verspielte.

Vor dem Obersten Gericht Spaniens kündigte der Ex-Manager Widerstand gegen den Antrag der US-Behörden an. Die angeblichen Taten seien in Großbritannien und nicht in den USA begangen worden, erklärte Martin-Artajo dem Gericht zufolge. Über eine Auslieferung muss ein Richter entscheiden. Der Fall könnte danach an eine Kammer mit mehreren Juristen überwiesen werden.

Spanien ist nicht verpflichtet, seine Bürger an die USA auszuliefern. Experten halten es dennoch für möglich, dass Martin-Artajo dorthin geschickt wird, weil die mutmaßlichen Gesetzesverstöße auch in Spanien strafbar sind. Martin-Artajo wurde im September in den USA angeklagt.

Bereits Ende August hatte er sich den Behörden seines Heimatlandes Spanien gestellt. Weil er eine spanische Adresse vorweisen kann, kam er nicht in Haft. Gegen Iksil selbst wird nicht ermittelt. Der Wal von London nimmt eine Kronzeugenregelung in Anspruch (hier).

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