Strafe für Sparer: Asmussen bringt negative Zinsen ins Gespräch

Das EZB-Mitglied Jörg Asmussen hält es für denkbar, dass die EZB Einleger bestraft, wenn sie ihr Geld auf der Bank lassen. Allerdings sollte man dieses Instrument „sehr vorsichtig“ einsetzen. Mit Negativ-Zinsen wird es für den Sparer eine Geldvernichtung, wenn er sein Vermögen auf der Bank liegen lässt.

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Die Finanz-Eliten spielen Ping-Pong über den Atlantik: Erst vergangene Woche hatte Obama-Berater Larry Summers laut über Negativ-Zinsen als unkonventionelle Maßnahme zur Behebung der Krise nachgedacht (mehr zu diesem sehr interessanten Konzept – hier).

Nun greift erstmals ein offizieller Zentralbanker die Idee auf: Das EZB- Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sagte am Dienstag in einem ORF-Interview, dass die EZB nicht daran denke, das Gelddrucken zu bremsen, im Gegenteil: Asmussen kündigte an, dass die EZB sogar noch viel weiter gehen könnte als bisher: „Dabei ist ein mögliches Instrument auch sogenannte negative Einlagenzinsen zu nutzen. Aber ich wäre mit diesem Instrument in der Tat sehr sehr vorsichtig – will es aber nicht grundsätzlich ausschließen.“

Damit ist die Katze aus dem Sack: Die Zentralbanken werden in den kommenden Monaten mit allen Mitteln versuchen, die Sparer dazu zu zwingen, ihr Geld beim Fenster hinauszuwerfen. Die Zentralbanken erhoffen sich davon eine Wende bei der Arbeitslosigkeit.

Es wird genau zu beobachten sein, ob es in den kommenden Monaten zu verstärkten Bestrebungen kommt, das Bargeld zu beschränken. Denn eine nachhaltige Durchsetzung von Negativ-Zinsen auch bei den Sparern funktioniert nur mit einem weitgehenden Bargeld-Verbot (hier erläutert).

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