Warnung an Kleinanleger: Investor sieht eine Fata Morgana an den Börsen

Carl Icahn wettet auf fallende Märkte und hält die gehypten Zahlen an den Aktienmärkten für eine optische Täuschung. Der Grund: Wegen des billigen Geldes der Zentralbanken haben zahlreiche Spekulanten Sehstörungen. Auch die Computer-Programm erkennen nicht, was echt ist und was falsch.

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Der an den Börsen viel beachtete US-Großinvestor Carl Icahn warnt vor einem Absturz der Aktienmärkte. Der 77-jährige Milliardär sieht deutliche Anzeichen für eine Blase, die zerplatzen könnte: „Ich will es mal ganz einfach so sagen, viele Zahlen sind eine Fata Morgana“, sagte Icahn bei dem von Reuters organisierten Global Investment Outlook Summit. Die guten Zahlen „beruhen nicht darauf, dass die Firmen gut geführt werden, sondern sie werden von den niedrigen Kreditzinsen befeuert“. Icahn stellt sich damit gegen andere Börsen-Auguren, die Aktien angesichts der Niedrigzinsen weiter als die lukrativste Anlage ansehen. Icahn: „Der Markt könnte leicht vor einem großen Einbruch stehen.“ Die seit Monaten steigenden Kurse würden von Aktienrückkaufprogrammen in die Höhe getrieben, nicht durch die Rentabilität der Firmen. .

Die Politik der exzessiven Geldpolitik  der Zentralbanken unter der Führung der US-Notenbank hat seit Ausbruch der Finanzkrise nach der Lehmann-Pleite am 15. September 2008 Geld fortlaufend für die großen Geschäftsbanken billiger gemacht. Zuletzt hat Mario Draghi mit der EZB den Leitzins auf 0,25 Prozent abgesenkt.[1] Die zukünftige Chefin der Fed, Janet Yellen, verkündet, die Politik der Ankäufe von US-Staatsanleihen und Immobilienanleihen auch im kommenden Jahr fortsetzen zu wollen.[2] Nur die Bank of England denkt über einen baldigen Ausstieg der bisherigen ultra-lockeren Geldpolitik öffentlich laut nach.[3] Ob sie den Alleingang wagt, ist schwer vorauszusagen. Schließlich läuft die Party an den Finanzmärkten und die großen Bankhäuser in der Londoner City, New York und anderswo mögen keine Spielverderber.

Die Warnungen der Bank für International Zahlungsausgleich (BIS) vom Herbst dieses Jahres und zahlreicher Ökonomen insbesondere auch aus Deutschland werden in den Wind geschlagen. Statt eines geordneten Ausstiegs, d. h. einer Exit-Strategie, die bereits seit Jahren immer wieder diskutiert wird, droht ein sudden-stop[4], d. h. irgendwann wird es einzelnen Marktteilnehmern zu heiß. Der schüchterne Versuch von Ben Bernake mittels eines vorsichtigen Tapering Out[5] das schlimmste noch zu verhindern, ist durch den Druck der Wall Street Banker gestoppt worden.

Insbesondere die Anlageprofis der Hedgefonds wissen ganz genau, dass sich die aktuellen Börsenbewertungen nicht mehr mit den langfristigen Ertragserwartungen der Aktien in Übereinstimmung bringen lassen. Die Kurswerte haben sich schon lange von den fundamental gerechtfertigten Bewertungen deutlich entfernt. Mithin droht eine mehr oder minder große Kurskorrektur.

Dann muss man schnell sein, um noch rechtzeitig die bisher erzielten Kursgewinne der Börsenrally auch am Markt durch Verkäufe auch realisieren zu können. Wie beim Feuer beispielsweise in einem Kino, sollte der, der Feuer schreit und damit eine Panik auslöst, nah am Ausgang stehen, so dass er noch rechtzeitig den Ausgang verlassen kann bevor sich die anderen tottrampeln.

Carl Icahn[6] muss seine Schäfchen bereits ins trockene gebracht haben oder er hat große Spekulationswetten auf eine deutliche Kurskorrektur durch entsprechende Derivate laufen. Nun warnt er vor einer Überhitzung der Börsen.[7] Ähnlich wie John Paulson[8] gegen Verbriefungen von Immobiliendarlehen wettete, die er zuvor für Goldman Sachs selbst zusammengestellt hatte[9], und daran Milliarden durch Credit Default Swaps (CDS[10]) verdiente, könnte es auch diesmal sein. Marktmächtige Investoren versuchen unerwartet den Markt in eine Baisse zu lenken, um daran mächtig zu verdienen. Der Warner vor der Börsenblase, Carl Icahn, könnte eine hidden agenda haben. Er hat bereits auf den Börsencrash gewettet und verdient sich und seinen Anlegern daran eine goldene Nase.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wer jetzt noch in der Hausfrauenbörse auf den fahrenden Zug an der Börse aufspringt, könnte eine böse Überraschung erleben. Trotz aller Versicherungen der Medien und der Politik, dass die Party noch lange nicht zu Ende ist, könnte das Ende näher sein als man den ahnungslosen Kleinanlegern weismachen will. Insbesondere  nach einer noch möglichweise stattfindenden Jahresendrally könnte die Party vorbei sein. Der Aschermittwoch fände dann statt im Februar im Januar statt. Die tollen Tage an den Börsen der Welt wären dann fürs erste vorbei.



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