Draghi räumt ein: EZB diskutiert erstmals Negativ-Zinsen

Der unter dem Leitzins liegende Einlagesatz könnte auf minus 0,1 Prozent sinken. Das wäre ein Strafzins für jene Banken, die ihr Geld lieber bei der EZB parken, als Kredite zu vergeben. Momentan liegt der Einlagzins bei null Prozent.

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Die EZB nähert sich langsam, aber sicher dem Thema Zinsen an. EZB-Chef Draghi sagte am Donnerstag, auf der letzten Ratssitzung, Anfang November sei über einen negativen Einlagezins diskutiert worden.

Allerdings gebe es seither nichts Neues zu berichten, sagte Draghi.

Die Agentur Bloomberg hatte unter Berufung auf zwei mit den Debatten in der Notenbank vertrauten Personen in Erfahrung gebracht, der unter dem Leitzins liegende sogenannte Einlagesatz könne auf minus 0,1 Prozent von derzeit 0,0 Prozent gekappt werden. Dies käme de facto einem Strafzins für jene Banken gleich, die Geld wegen der andauernden Vertrauenskrise im Finanzsektor lieber sicher bei der EZB parken, statt Kredite zu vergeben.

Der Einlagezins in der Euro-Zone liegt bereits bei null Prozent, während der Leitzins bei 0,25 Prozent steht. Bei der letzten Zinssenkung im November hatte die Notenbank bereits darauf verzichtet, den Einlagezins ebenfalls zu senken. Geldhändler verweisen darauf, dass es in der Euro-Zone keine Erfahrung mit negativen Zinsen gibt.

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