Trotz Niedrig-Zinsen: Banken halten Kredite zurück

Die Banken verwenden das billige Geld der EZB ausschließlich, um in Risiko-Geschäften zu zocken. In der Real-Wirtschaft kommt immer weniger an.

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Die Banken in der Euro-Zone haben ihre Kredite an Firmen und Privathaushalte im Oktober noch stärker zurückgefahren als im September. In der Summe schrumpfte die Kreditvergabe um 2,1 (September: 1,9) Prozent zum Vorjahresmonat, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mit. Analysten hatten ein Minus von 1,8 Prozent vorausgesagt.

Damit ist die EZB-Politik als Farce entlarvt: Denn offiziell hat Mario Draghi die immer niedrigeren Zinsen mit der Notwendigkeit begründet, die Banken zu zwingen, Kredite an die Wirtschaft zu vergeben.

Doch die Banken haben das Geld offenkundig vor allem dazu verwendet, in Risiko-Geschäften oder Blasen – wie dem Aktienmarkt – schnelle Gewinne zu machen.

Die EZB dürfte nun versuchen, mit einer weiteren Zinssenkungen und gegebenenfalls sogar Negativ-Zinsen noch mehr Geld in den Markt zu pumpen.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen: Am Verhalten der Banken wird sich nichts ändern.

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