Australien: Getreidehandel ist nationales Interesse

Australien verwehrt einem amerikanischen Konzern die Übernahme eines der größten Getreidehändlers des Landes. Lebensmittelversorgung müsse unter nationaler Aufsicht bleiben.

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Die neue australische Regierung hat dem US-Konzern Archer Daniels Midland (ADM) die 2,6 Milliarden Dollar schwere Übernahme des heimischen Getreide-Händlers GrainCorp überraschend verboten.

Viele australische Landwirte hätten Wettbewerbs-Bedenken gegen die Übernahme geltend gemacht, sagte Finanzminister Joe Hockey am Freitag. Es sei zudem nicht im nationalen Interesse, dass dieses für Australien wichtige Unternehmen an einen ausländischen Besitzer gehe.

Die Wettbewerbsbehörden des Landes hatten den Kauf bereits durchgewinkt. ADM hatte vor einem Jahr erklärt, den letzten unabhängigen australischen Getreide-Händler kaufen zu wollen.

Die Entscheidung der seit September amtierenden Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Tony Abbott war mit Spannung erwartet worden. Abbott hatte im Wahlkampf für eine „offene Wirtschaft“ geworben.

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