Deutsche Telekom will tausende Stellen streichen

Der künftige Telekom-Chef Timotheus Höttges will bei der IT-Tochter T-Systems tausende Stellen streichen. Höttges soll den Konzern profitabler machen. Dazu plant er offenbar eine Re-Organisation.

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Der künftige Telekom-Chef Timotheus Höttges greift schon vor seinem Amtsantritt hart durch: Bei der wenig profitablen IT-Tochter T-Systems stehen einem Insider zufolge tausende Stellen auf der Kippe.

Nach derzeitigem Stand dürften etwa 4.000 der insgesamt gut 50.000 Jobs weltweit wegfallen, sagte eine mit den Telekom-Planungen vertraute Person am Montag zu Reuters. Der Abbau dürfte sich auf drei Jahre erstrecken. Der Aufsichtsrat werde Mitte des Monats entscheiden.

Zuvor hatte das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, dass bei T-Systems 4.000 bis 6.000 Stellen gestrichen werden könnten.

Grund ist die harte Konkurrenz im klassischen IT-Auslagerungsgeschäft. Hier buhlen Branchenriesen wie IBM , Atos oder Hewlett-Packard um Unternehmenskunden, die ihre Computer, Netzwerke oder Telefonanlagen nicht mehr selbst betreiben wollen. Verschärft wird die Situation noch durch Neueinsteiger wie die indische wie Tata, die den Preiskrieg zusätzlich anheizen.

Der Wettbewerb schlägt bei T-Systems auf den Gewinn: Seit 2008 steckt die Sparte operativ in den roten Zahlen. Der Jahresumsatz liegt bei etwa 10 Milliarden Euro.

Nach derzeitigen Plänen soll die Telekom-Tochter ihr Geschäft künftig auf zwei Säulen aufbauen. Dem Geschäft mit IT-Outsourcing wolle T-Systems-Chef Reinhard Clemens eine neue Sparte an die Seite stellen, die sich mit Digitalisierungsstrategien von Firmen beschäftigt.

Der Verkauf von großen Teilen des Geschäfts sei vorerst keine Option für den Vorstand, sagte der Insider. „2014 soll die Organisationsstruktur unverändert bleiben.“ Vor Jahren spielte die Telekom-Führung sogar mit der Idee, T-Systems komplett zu veräußern.

Der Umbau von T-Systems ist eines der ersten großen Projekte von Noch-Finanzchef Höttges, der zum Jahreswechsel die Nachfolge von Rene Obermann an der Konzernspitze antritt.

Arbeitnehmervertreter warnen Höttges vor einem Jobkahlschlag. „Sollte es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, muss der Vorstand mit massivem Widerstand rechnen“, sagte ein Sprecher der Großgewerkschaft Verdi.

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