Bank-Raub: Geld der Kunden verschwindet nach Computer-Crash

Mysteriöser Crash bei der Royal Bank of Scotland: Am Montagabend kamen die Kunden auf keinem Weg mehr an ihr Geld. Was genau passiert ist, weiß niemand: Kunden berichten, dass Geld von ihrem Konto verschwunden ist.

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Wegen eines Zusammenbruchs des Computersystems haben mehr als eine Million Kunden der britischen Royal Bank of Scotland (RBS) am Montagabend stundenlang nicht auf ihr Geld zugreifen können. Zwischen 18.30 Uhr und 21.30 Uhr britischer Zeit funktionierten weder die Geldautomaten der Bank, noch konnten die Kunden mit ihren Karten Einkäufe im Laden oder im Internet bezahlen. Der neue Vorstandschef Ross McEwan entschuldigte sich am Dienstag persönlich für den „inakzeptablen“ Zusammenbruch mitten im Weihnachtsgeschäft. „Die RBS hat über Jahrzehnte nicht genug in ihre Computersysteme investiert“, gab er zu. Der RBS drohen nun Kompensationszahlungen in Millionenhöhe.

Die britische Bankenaufsicht hat das Institut wegen ihrer veralteten Systeme bereits seit längerem im Visier, nachdem die Zahlungssysteme schon einmal im vergangenen Jahr zusammengebrochen waren. Am Dienstag war das Internet voll von Kundenbeschwerden: „Die RBS ist ein Witz von einer Bank. Gestern hat die Karte nicht funktioniert und heute fehlen 1.000 Pfund auf meinem Konto“, twitterte einer von Tausenden wütenden Kunden. Inzwischen sei das Problem behoben, erklärte die Bank.

Die BBC berichtet, dass die Probleme auch am Dienstag nicht behoben sind: Zahlreichen Kunden melden Schwierigkeiten und stellen fest, dass ihre Kontostände nicht stimmen: Der Sender berichtet von einem Kunden, dem plötzlich eine Überziehung von 100 Pfund angelastet wurde – obwohl er kein Geld abgehoben hatte. Der Kunde sagte, dass es für ihn nun äußerst unangenehm sei, der Bank beweisen zu müssen, dass er das Geld nicht abgehoben habe.

Es ist nicht der erste Zwischenfall mit Kunden-Geldern bei der verstaatlichten RBS. Erst im März waren Millionen Kunden vorübergehend ohne Bargeld dagestanden. (mehr hier).

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