Orkan Xaver: Küstenwache gibt Entwarnung an der Nordseeküste

An der Nordseeküste von Schleswig-Holstein hat der Orkan Xaver offenbar keine großen Schäden angerichtet. Der Küstenschutz gab Entwarnung.

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Der Orkan Xaver hat an der deutschen Nordseeküste offenbar keine großen Schäden verursacht. Zwar gab es an einzelnen Stellen Schäden an einigen Deichen, doch der Direktor des Küstenschutzes, Johannes Oelerich, sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass keine größeren Schäden gemeldet wurden und dass der Wasserstand an einzelnen Stellen wie in Husum bereits wieder sinke.

In Hamburg stürzten einige Bäume um, der Fährverkehr wurde teilweise eingestellt.

Bundesweit kann jedoch noch keine Entwarnung gegeben werden: Es wird erwartet, dass der Orkan etwa 24 Stunden lang sein Unwesen treiben werde.

Das Orkantief „Xaver“ hat mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern vielerorts den Verkehr auf Schiene und Flughäfen gestoppt. In Schleswig-Holstein hielt die Bahn ab Donnerstagnachmittag die Fernzüge im Bahnhof, am Hamburger Flughafen wurden nahezu alle Flüge abgesagt. Zum Abend wurde eine deutliche Verschärfung des Orkans erwartet. Bis Freitag werde „Xaver“ auch große Mengen Schnee, Starkregen und Hagel in weite Teile Deutschlands bringen, wie der Deutsche Wetterdienst warnte. Die Bundesregierung aktivierte ihr Lagezentrum für den Katastrophenfall. Die Behörden befürchten in Hamburg eine Sturmflut mit über vier Metern über dem Normalpegel.

Am Nachmittag strichen Lufthansa sowie Air Berlin Flüge von und nach Hamburg. Der Flughafen teilte mit, der Großteil aller Verbindungen sei gestrichen. Die Bahn stoppte nicht nur den Fernverkehr mit IC und ICE in Schleswig-Holstein, sondern sperrte auch die Trasse Hannover-Bremen. Zudem stellte sie Regionalverbindungen in Schleswig-Holstein ein: Fahrten auf die Insel Sylt wurden komplett aufgegeben, eine Reihe von Regionalzügen fiel aus oder die Geschwindigkeiten wurden reduziert, was zu Verspätungen führte. Die Bahn brachte zudem Dieselloks in die Region, um bei vereisten oder beschädigten Oberleitungen noch einsatzbereit zu sein.

„Xaver“ sollte sich in der Nacht zum Freitag weiter nach Osten verlagern und sich am Morgen noch einmal verschärfen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet dann besonders an der Ostseeküste mit extremen Orkanböen.

Daher kann es auch noch am Freitag zu Beeinträchtigungen im Reiseverkehr kommen.

Natürlich gibt es auch Scherzbolde, wie diesen Live-Berichterstatter aus Hamburg:

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