Sturm Xaver erreicht Deutschland und wird zum Orkan

Der Sturm Xaver hat die Nordseeküste erreicht und sich zu einem Orkan entwickelt. In Flensburg wurde der Notstand ausgerufen. In Berlin dürfen Eltern ihre Kinder früher aus der Schule holen. In Hamburg wurden zahlreiche Nahverkehrslinien gesperrt.

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Der Deutsche Wetterdienst teilt mit (aktuell):

Ein Orkantief (XAVER) zieht heute über die nördliche Nordsee hinweg
in Richtung Südschweden. Es sorgt im Laufe des Tages bis in den
Freitag hinein für eine schwere Sturm- bzw. Orkanlage, vor allem im
nördlichen Drittel des Landes sowie im Bergland. Darüber hinaus
schwenkt ab dem Nachmittag eine Kaltfront von der Nordsee her über
den Vorhersageraum südwärts hinweg. Dahinter strömt in Staffeln
arktische Polarluft nach Deutschland, die besonders im Bergland,
teils aber in den Niederungen für winterliche Verhältnisse durch
Schneefall und Schneeverwehungen sorgt.

Im Laufe des heutigen Tages nimmt der Wind von Nord nach Süd deutlich
zu. An der Küste sowie im Bergland Nord- und Ostdeutschlands gibt es
vor allem nachmittags und abends Orkanböen über 120 km/h, in
exponierten Lagen auch extreme Orkanböen über 140 km/h aus Südwesten,
später aus Westen bis Nordwesten. Auch im Binnenland, etwa nördlich
einer Linie Niederrhein bis hinüber nach Brandenburg, kann es vor
allem in Verbindung mit der Passage der Kaltfront sowie bei kräftigen
Schauern orkanartige Böen um 110 km/h, vereinzelt Orkanböen um 120
km/h geben. Für die betroffenen Regionen laufen bereits
Unwetterwarnungen.

Weiter südlich gibt es zum Abend hin Sturmböen um 85 km/h, vereinzelt
auch schwere Sturmböen bis 100 km/h. Außen vor von dieser Entwicklung
bleiben bis zum Abend noch die Niederungen etwa südlich der Donau.

Abgesehen von der Sturmentwicklung hat im Nordwesten bereits
schauerartiger Regen eingesetzt, der sich bis zum Abend auf die
gesamte Nordhälfte und die Mitte ausweitet. Zudem greift am
Nachmittag eine Gewitterlinie von der Nordsee her auf Deutschland
über, die sich nach Süden verlagert. Dabei können ebenfalls Sturm-
und Orkanböen auftreten.

Im Bergland sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 400 m, die
Neuschneehöhen bleiben aber zunächst gering.

Im Norden geht der Regen spätnachmittags und abends in Schauer über,
die bis in tiefe Lagen als Schneeregen, Schnee und Graupel fallen und
auch von einzelnen Gewittern begleitet sein können. Dabei kann es
vorübergehend glatt werden. Zudem treten innerhalb der Schauer Sturm-
oder Orkanböen auf.

In der Nacht zum Freitag verlagert sich der Schwerpunkt des Sturmes
allmählich ostwärts. An den Küsten und im Bergland ist dabei nach wie
vor mit Orkanböen, im nord- und ostdeutschen Binnenland zumindest mit
schweren Sturmböen zu rechnen. Nach Süden und Westen hin gibt es im
Flachland Sturmböen.

Im Nordosten muss in den Frühstunden mit einer nochmaligen
Sturmverschärfung gerechnet werden, wobei im Binnenland orkanartige
Böen, an der Küste Orkanböen, an der Ostsee an exponierten Stellen
auch extreme Orkanböen auftreten können.

Die schauerartigen Niederschläge greifen auch auf die Südhälfte über,
zuletzt in den Frühstunden auf die Alpen. Dabei kann es teilweise bis
in tiefe Lagen schneien und im Bergland oberhalb etwa 400 bis 600 m,
im Südwesten eher oberhalb 800 m, gibt es Schneeverwehungen, die
unwetterartig ausfallen können.

Im morgendlichen Berufsverkehr kann es besonders im Mittelgebirgsraum
zu erheblichen Behinderungen durch winterliche Straßenverhältnisse
kommen.

Hinweis: Informationen zur bevorstehenden Sturmflut erhalten sie
unter www.bsh.de.

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