Kuba blockiert schnelle Einigung über Freihandel

Kuba, Venezuela, Bolivien und Nicaragua haben die Einigung der WTO auf ein neues Freihandelsabkommen vorerst blockiert. Die Verhandlungen in Bali werden am Samstag fortgesetzt.

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Bei der Welthandelskonferenz in Bali hat Kuba eine historische Einigung auf ein neues Abkommen zum weltweiten Abbau von Handelsschranken vorerst verhindert. Die kubanische Delegation habe zusammen mit Venezuela, Bolivien und Nicaragua in letzter Minute Bedenken gegen den Vertragsentwurf angemeldet, erklärten Diplomaten am Samstagmorgen. Kuba verlangt, dass in dem Text Position für ein Ende des von den USA gegen Kuba verhängten Wirtschaftsembargos bezogen wird. Die Gespräche sollten am Vormittag (03.00 MEZ) wieder aufgenommen werden.

Kuba wolle nun zunächst mit WTO-Chef Roberto Azevedo über das weitere Vorgehen beraten, hieß es. Nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) müssen neue Verträge einstimmig oder zumindest ohne Gegenstimmen angenommen werden.

Zuvor hatte Indien seine bisherige Blockadehaltung aufgegeben. Damit schien der Weg frei für eine Einigung auf Erleichterungen im globalen Handel – etwa einen Subventionsabbau in Teilbereichen des Agrarhandels sowie Verbesserungen für Entwicklungsländer. „Wir sind einer Einigung sehr nahe“, hatte WTO-Sprecher Keith Rockwell noch am Freitagabend erklärt.

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