Verstrahlt: Atom-Müll-Diebe in Mexiko gefasst

Sechs Männer, die vor einige Tagen eine Lastwagen mit radioaktivem Material aus einem Krankenhaus in Mexiko gestohlen hatten, haben offenbar eine hohe Dosis von Strahlung mitbekommen. Die Männer wurde nach ihrer Verhaftung in ein Polizeigefängnis verbracht.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Sechs mutmaßliche Diebe eines Lastwagens mit radioaktivem Material in Mexiko sind im Krankenhaus behandelt worden. Die Männer wiesen Symptome für einen „bedenklich nahen Kontakt“ mit Radioaktivität auf, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Die Verdächtigen seien später wieder entlassen worden. Einem Regierungsvertreter zufolge befinden sie sich weiterhin in Polizeigewahrsam.

Das radioaktive Kobalt-60, das sich in dem Laster befand, wurde am Mittwoch der Nähe der Hauptstadt Mexiko-Stadt gefunden. Die Diebe hatten der Polizei zufolge das Material aus dem Schutzbehälter genommen und weggeworfen. Der Laster war Angaben der UN-Atomaufsicht (IAEA) bereits am Montag gestohlen worden. Er sollte die Fracht aus einer Klinik in der Stadt Tijuana zu einem Lager für radioaktiven Abfall bringen (mehr hier).

Der Lastwagen, in dem sich das Material befand, sei in der Nähe der Hauptstadt Mexiko-Stadt gefunden worden, teilte die mexikanische Atomaufsicht CNSNS am Mittwoch mit. Die Diebe hätten das Material aus dem Schutzbehälter genommen und in einem Kilometer Entfernung weggeworfen. Sie seien radioaktiver Strahlung ausgesetzt gewesen. Die Dosis könnte tödlich sein, sagte ein Vertreter der Behörde. „Wir vermuten, dass sie keine Ahnung hatten, was sie da gestohlen haben. Dies ist eine Gegend, in der Raubüberfälle häufig vorkommen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Laster war Angaben der UN-Atomaufsicht (IAEA) bereits am Montag in der Nähe der Hauptstadt Mexiko-Stadt gestohlen worden. Er sollte die Fracht aus einer Klinik in der Stadt Tijuana zu einem Lager für radioaktiven Abfall bringen. Kobalt-60 kann neben medizinischen Zwecken auch zum Bau einer sogenannten „schmutzigen Bombe“ eingesetzt werden. Diese Sprengsätze verstreuen bei ihrer Explosion radioaktives Material.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick