Thailand: Regierung gibt auf und ruft Neuwahlen aus

Thailands Regierungschefin Yingluck Shinawatra reagiert auf die Massenproteste und verkündet Neuwahlen. Dort möchte sie jedoch wiedergewählt werden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Thailands Regierungschefin Yingluck Shinawatra wird nach der Auflösung des Parlaments Parteiangaben zufolge bei vorgezogenen Wahlen erneut antreten. „Sie geht definitiv ins Rennen“, sagte der Chef von Yinglucks Partei Puea Thai, Jarupong Ruangsuwan, am Montag vor Journalisten. „Wir haben das Parlament aufgelöst, weil wir zuversichtlich sind.“ Die oppositionelle Demokratische Partei solle an Wahlen teilnehmen und nicht „Straßenspiele“ aufführen.

Ungeachtet der Auflösung des Parlaments und der Ankündigung von Neuwahlen setzten die Regierungsgegner auch am Montag ihre Proteste fort. Rund 100.000 Menschen marschierten durch Bangkok. Der Anführer der Straßenproteste Suthep Thaugsuban erklärte, er sei an einer Wahl nicht interessiert. Er fordert, dass ein nicht gewählter „Volksrat“ die Regierung ersetzt. Yingluck lehnt dies als undemokratisch ab. Ihre Siegeschancen bei einer Wahl gelten trotz der Proteste als gut, da die Regierung breiten Rückhalt in der armen Landbevölkerung genießt. Zu den Demonstranten gehören vor allem Angehörige der zivilen und militärischen Elite sowie Königstreue. Ein Termin für eine Neuwahl steht noch nicht fest.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick