Hacker aus China greifen EU-Ministerien an

Mithilfe von E-Mails spähten chinesische Hacker fünf Außenministerien in der EU aus. Der Angriff fand kurz vor dem G20-Gipfel in Sankt Petersburg statt, bei dem der Syrien-Konflikt ein wichtiges Thema war. China bestreitet eine Mittäterschaft.

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Chinesische Hacker haben nach Erkenntnissen amerikanischer Computerexperten die Rechnersysteme von fünf europäischen Außenministerien ausgespäht. Der Angriff sei kurz vor dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im September gestartet worden, auf dem der Syrien-Konflikt im Mittelpunkt stand.

Nach Angaben des US-Unternehmens FireEye vom Montag schickten die Hacker E-Mails an Mitarbeiter der Ministerien mit Dateien, die Titel wie „US_military_options_in_Syria“ trugen. Beim Öffnen dieser Dokumente habe sich eine Späh-Software auf den Computern installiert, erklärte FireEye, das Anti-Viren-Technologie an Unternehmen verkauft. Welche Staaten betroffen waren, wurde nicht gesagt. Es seien alles EU-Staaten.

Die Experten der Firma hätten Ende August rund eine Woche lang die Aktivität des Computer-Servers der Hacker beobachten können. Kurz vor dem G20-Gipfel in St. Petersburg sei der Server gewechselt worden, und die Experten hätten den Kontakt verloren. Sie gehen davon aus, dass genau in dem Moment die Hacker mit ihrem Datendiebstahl begonnen haben.

Der Syrien-Konflikt war eines der Hauptthemen des G20-Gipfels. Zu der Zeit drängten einige europäische Staaten die USA, keine Militäraktion gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu unternehmen.

Nach Ansicht der Experten von FireEye lassen einige technische Aspekte darauf schließen, dass die Hacker von China aus operierten. Damit lasse sich aber nicht nachweisen, dass die chinesische Regierung in die Aktion verwickelt gewesen sei. Das chinesische Außenministerium bestritt am Dienstag jegliche Hacker-Aktivität.

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