IWF lehnt höhere Zinsen für Euro-Zone ab

Die europäischen Sparer stöhnen, weil sie wegen der niedrigen Zinsen enteignet werden - doch der IWF verlangt, dass die EZB Kurs hält. Erst nach weiteren Reformen könne der "Sieg" ausgerufen werden.

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IWF-Chefin Christine Lagarde fordert von der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen niedrig zu halten und den Märkten klar zu machen, dass dies solange wie nötig andauern werde. Nur so könne die Krise überwunden werden.

Das ist schlecht für die deutschen Sparer: Sie fordern immer deutlicher, dass die Niedrigzins-Politik zu beenden sei (mehr hier).

Lagarde hat die Europäer außerdem angesichts schlechter Konjunkturdaten und hoher Arbeitslosenzahlen zu einer Wachstums- und Reform-Offensive aufgefordert. In einer Rede vor dem Wirtschafts- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments mahnte sie laut Redetext: „Um es klar zu sagen: Überall in Europa sind Reformen nötig“. Vor allem sei es wichtig die Nachfrage in den Ländern zu verbessern, den Kreditfluss an die Unternehmen in Gang zu bringen, die Schuldenlast von Staaten, Privathaushalten und Unternehmen abzubauen sowie die Arbeitsmärkte zu reformieren.

Lagarde sprach zwar von einer Trendwende zum Besseren in Europa, doch überwunden sei die Krise noch nicht. Insbesondere seien die Wachstumsraten zu schwach. Zudem verlasse sich Europa bei der Nachfrage nach seinen Gütern vor allem auf das Ausland. Was zudem auf dem Spiel stehe, sei das Potenzial für Wachstum auch in der Zukunft. „Alles in allem ist es zu früh, den Sieg auszurufen“, sagte sie. Die Europäer müssten vor allem ihre Banken in Ordnung bringen und alles in ihrer Macht stehende tun, um Nachfrage und damit Wachstum zu stärken.

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