Italienische Protest-Bewegung kündigt Millionen-Marsch auf Rom an

Die italienische Forconi-Bewegung sammelt sich zu einem großen Marsch auf Rom. Der Führer der Mistgabel-Bewegung will in Kürze ein Datum nennen. An diesem, so hofft er, soll es zu einem gewaltigen Sternmarsch gegen die Regierung kommen.

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Die Mistgabel-Bewegung hat für die kommenden Tage einen Marsch auf Rom angekündigt. Seit Anfang der Woche sorgen Demonstranten in vielen Städten Italiens für Chaos (hier). Ihre Wut richtet gegen die Sparpolitik von Premier Enrico Letta und gegen gegen die Verkommenheit in der gesamten italienischen Politik. Auch Polizisten schließen sich der Bewegung immer wieder an (hier). An der Universität La Sapienza ergriffen Politiker die Flucht angesichts protestierender Studenten (hier).

Der Bauern-Führer Danilo Calvani sagte am Mittwoch, der Protest werde sich nun auf Rom konzentrieren. „Habt noch einen Tag Geduld, vielleicht zwei Tage, und wir werden euch das Datum nennen“, zitiert ihn La Stampa.

Begonnen hatten die Ausschreitungen mit den Protesten von einigen kleinen Spediteuren welche in Turin gegen die hohen Benzinpreise und Steuern demonstriert hatten. Bauern blockierten die Brenner-Autobahn, um gegen Importe aus der EU zu demonstrieren, da diese den italienischen Agrarmarkt gefährdeten.

Auch kleine Gewerbetreibende, Studenten und Sozialhilfegruppen haben sich den landesweiten Protesten angeschlossen. In norditalienischen Städten wie Turin und Mailand blockierten am Montag tausende Demonstranten Straßen und Bahnhöfe.

Am Mittwoch blockierten sie in Turin die Zugänge zu zahlreichen Geschäften (mehr hier). Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es Verletzte und Festnahmen. In Rom besetzten Demonstranten die U-Bahn. Die Regierung in Rom ist sehr beunruhigt.

Am Donnerstag sperrten die Forconi stundenlang die Autobahn zum Grenzübergang Ventimiglia nach Frankreich. In Rom wollen Studenten der Universität La Sapienza das Rektorat stürmen. Drei anwesende Minister und der EU-Umwelt-Kommissar wurden in einem Hörsaal eingeschlossen, bis die Gefahr vorüber war (mehr hier).

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