Ausschreitungen in Mailand: Studenten gegen Schulsystem

Studenten der Mailänder Universität lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Sie protestieren gegen Kürzungen an den staatlichen Universitäten. Als einige Studenten in den Regierungssitz der Lombardei eindrangen, musste eine Sitzung des Regionalrates unterbrochen werden.

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Bei Studentenprotesten in Mailand kam es erneut zu Ausschreitungen. Die jungen Leute protestieren gegen Kürzung im Bildungsbereich.

Der Marsch der Studenten durch die Mailänder Innenstadt behinderte den Verkehr zusätzlich zum Streik im öffentlichen Nahverkehr, berichtet der Corriere della Sera. Circa 500 teils gewaltbereite Studenten belagerten das Pirelli-Hochhaus, den Regierungssitz der Lombardei im Zentrum von Mailand. Sie warfen mit Eiern und Farbe. Es kam zu vereinzelten Straßenschlachten mit der Polizei.

Nach den Ausschreitungen beruhigte sich die Situation zunächst wieder. Dann zogen hunderte Studenten weiter durch die Innenstadt. Sie bewarfen die Polizei mit Glasflaschen. Die jungen Leute gehören zur sogenannten Mistgabel-Bewegung, die seit Wochen gegen die Sparpolitik und die Korruption im Land protestiert (mehr hier).

Vier Studenten und zwei Professoren verschafften sich Zugang zum Pirelli-Hochhaus. Sie unterbrachen eine Sitzung des Regionalrats, indem sie von der Zuschauertribüne riefen, der Rat solle nicht bei den öffentlichen Schulen kürzen. Die Sitzung wurde daraufhin unterbrochen. Die Abgeordneten des Movimento 5 Stelle von Beppe Grillo verließen den Saal aus Solidarität mit den Studenten.

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