Banken-Sieg in Ungarn: Kunden tragen Risiko bei Fremdwährung-Krediten

Schlechte Nachrichten für ungarische Bank-Kunden: Das oberste Gericht in Budapest hat verfügt, dass die umstrittenen Fremdwährungskredite nicht gegen das Gesetz verstoßen. Das ist ein Triumph auch für die österreichischen Banken, die BayernLB und den UniCredit.

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Die in Ungarn tätigen Banken haben im Ringen um die umstrittenen Fremdwährungskredite einen Teilerfolg erzielt. Das oberste ungarische Gericht entschied am Montag, dass die Darlehen und das damit verbundene Wechselkursrisiko nicht gegen das Gesetz verstießen. Die daraus entstehenden Risiken müssten die Bankkunden tragen, erklärte Richter Gyorgy Wellmann am Montag.

Für die Banken sind das gute Nachrichten. Neben der ungarischen OTP sind österreichische Institute wie Erste Group, Raiffeisen Bank International, Bank Austria und die deutsche BayernLB in dem Land tätig. Sie hatten vor der Krise an viele Ungarn Kredite in Schweizer Franken und Euro vergeben. Wegen des Wertverfalls des ungarischen Forint konnten viele Leute ihre Schulden aber nicht mehr zurückzahlen. Vor rund zwei Jahren hatte die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban die Banken gezwungen, diese Kredite in Forint-Darlehen umzuwandeln. Daraus entstanden hohe Verluste für die Banken. Zuletzt standen Pläne für ein neuerliches solches Umtauschprogramm im Raum.

An der Börse legten die Aktien der ungarischen OTP deutlich zu. Die Papiere von Erste Group, Raiffeisen und UniCredit waren ebenfalls im Plus.

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