Spanische Steuerzahler müssen Millionen-Gehälter für Fußball-Stars zahlen

Die Europäische Kommission untersucht die spanische Fußball-Liga. Die staatliche Unterstützung für Profi-Klubs ist enorm: Steuervorteile für Real Madrid und FC Barcelona oder Bürgschaften von staatlichen Finanzinstituten für weitere finanzschwache Klubs. Da die Vereine mit Champions League und Europa League eine wirtschaftliche Tätigkeit im EU-Binnenmarkt ausüben, steht der Verdacht der Wettbewerbsverzerrung im Raum.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Mehrere öffentliche Unterstützungsmaßnahmen für finanzschwache spanische Fußballklubs stehen unter Verdacht der Wettbewerbsverzerrung. Mehrere Verfahren wurden von Seiten der Europäischen Kommission eingeleitet.

Das erste Verfahren betrifft mögliche Steuervorteile für Real Madrid, FC Barcelona, Athletic Bilbao und Atletico Osasuna. Ein Grundstückstausch zwischen Real und der Stadt Madrid, der mit staatlichen Mitteln unterstützt wurde, wird in einem zweiten Verfahren behandelt. Ein weiteres beschäftigt sich mit den Bürgschaften des staatseigenen Instituto Valenciano de Finanzas für Darlehen an drei weitere finanzschwache Vereine der spanischen Fußball-Liga. Das gab die Europäische Kommission in einer Mitteilung bekannt.

Alle Maßnahmen wurden aus staatlichen Mitteln finanziert. Keine davon wurde der Kommission als Beihilfe angemeldet. Da die Top-Teams mit Champions League und Europa League eine wirtschaftliche Tätigkeit im EU-Binnenmarkt ausüben, könnten die Maßnahmen wettbewerbsverzerrend gewesen sein.

Der für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, Joaquin Almunia, sieht keine Ausnahme für diese Regel bei Sportvereinen:

„Profifußballclubs sollten ihre Betriebskosten und Investitionen selbst erwirtschaften, anstatt den Steuerzahler in Anspruch zu nehmen. Die Mitgliedstaaten und öffentliche Einrichtungen müssen das Beihilferecht der EU einhalten. Das gilt für diesen Wirtschaftszweig genauso wie für alle anderen Branchen.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick