Kölner Dom: Femen-Aktivistin springt während Messe nackt auf den Altar

Eine nackte Femen-Aktivistin hat am ersten Weihnachtstag den Gottesdienst im Kölner Dom mit einem Sprung auf den Altar gestört. Sie sei Gott, stand auf ihrem Oberkörper zu lesen. Der dürfte sich über die Entwicklung seiner Schöpfung gewundert haben.

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Im Kölner Dom ist es am ersten Weihnachtstag während der Messe zu einem Eklat gekommen: Die 20-jährige Femen-Aktivistin Josephine Witt sprang aus der ersten Reihe nach vorne und sprang nur mit einem Slip bekleidet auf den Altar. Sie hatte sich die Worte „I am God“ („Ich bin Gott“) auf den Oberkörper gemalt. Vor den Augen von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wurde die Frau von den Sicherheitskräften im Dom abgeführt.

Witt war vor einiger Zeit in Tunesien wegen eines Nack-Auftritts zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Deutsche Diplomaten erreichten ihre Freilassung.

Die Polizei erstattete Anzeige wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruchs.

Nach einer kurzen Schrecksekunde sagte Kardinal Joachim Meisner, dass man „manchmal ein klein wenig den Kopf schütteln“ müsse, segnete den Altar neu und schloss die Aktivistin am Ende des Gottesdienstes in sein Gebet ein.

Die katholische Kirche verfolgt bei Schmähungen eine betont gelassene Position.

In anderen Ländern und Religionen sind die Reaktionen auf solche Provokationen weit weniger entspannt. In Russland waren die Sängerinnen von Pussy Riot verhaftet worden, weil sie in einer orthodoxen Kirche Wladimir Putin geschmäht hatten.

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