Naturkatastrophen: Die Erde rächt sich für die Ausbeutung

Im Jahr 2013 gab es bei 880 Naturkatastrophen 20.000 Todesopfer. Das sind doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Die zunehmende Härte ist auch auf die fortschreitende Ausbeutung der Erde zurückzuführen.

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Naturkatastrophen haben 2013 weniger Schaden angerichtet als in den vergangenen Jahren. Die Gesamtschäden summierten sich im abgelaufenen Jahr auf 125 Milliarden Dollar (92 Milliarden Euro), wie die Münchener Rück am Dienstag mitteilte. Das sind 27 Prozent weniger als 2012 und 32 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Warnungen und vorbeugende Maßnahmen hätten 2013 in einigen Fällen die Auswirkungen von Naturkatastrophen begrenzt, sagte Münchner-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek. „Gleichzeitig mahnen Ereignisse wie auf den Philippinen, dass in Entwicklungs- und Schwellenländern dringend mehr getan werden muss, um die Menschen besser zu schützen.“

Im November fegte der Taifun Haiyan über den Süden der Philippinen und machte viele Orte wie die Küstenstadt Tacloban dem Erdboden gleich. Mehr als 6.000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden obdachlos. Die Münchner Rück geht davon aus, dass in Zukunft häufiger Taifune auf Inseln und Küstenregionen in Südostasien treffen werden.

Es ist noch unklar, ob die Ausbeutung der Natur und der dadurch fortschreitende Klimawandel oder andere Natur-Phänomene für die Katastrophe auf den Philippinen verantwortlich sind. Der ehemalige deutsche Umweltminister Klaus Töpfer sagte in diesem Zusammenhang, der Taifun sei eine Vorahnung dessen, was sich durch den Klimawandel an Natur-Katastrophen in den kommenden Jahren ereignen werde (mehr hier).

Insgesamt seien 2013 bei 880 Naturkatastrophen mehr als 20.000 Menschen ums Leben gekommen, erklärte der weltgrößte Rückversicherer. Das sind doppelt so viele Todesopfer wie 2012, aber gut 80 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Die Summe der versicherten Schäden hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert auf 31 Milliarden Dollar. Die teuersten Katastrophen für die Versicherungen ereigneten sich dabei in Deutschland. Bei Hagelstürmen im Juli beliefen sich die versicherten Schäden auf 3,7 Milliarden Dollar, bei den Überschwemmungen in Deutschland und angrenzenden Staaten im Mai und Juni waren es drei Milliarden Dollar.

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