Sichere Wette: Irische Staatsanleihen sind ein Renner

Die Nachfrage nach irischen Staatsanleihen ist enorm. Kein Wunder: Der Erfolg des Bailouts ist eine Prestige-Sache für die EU und die EZB, weshalb diese Bonds das sicherste Investment sind, das ein Anleger aktuell bekommen kann: Der klassische Insider-Deal, allerdings in diesem Fall sogar vor laufender Kamera.

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Nach dem Verlassen des Euro-Rettungsschirms steht Irland unmittelbar vor einem erfolgreichen Comeback am Kapitalmarkt.

Der Erfolg ist garantiert: Denn die EU, IWF und EZB haben beschlossen, dass der irische Schuldendienst ein Erfolg wird.

Daher riskieren Anleger bei diesen Bonds absolut nichts und bekommen richtig gute Zinsen obendrauf.

Die Manipulation der Märkte gelangt so zu Ihrer höchsten Reife – es ist eine Art Insider-Geschäft vor laufender Kamera.

Die offizielle Erklärung behauptet freilich, dass der Grund für die hohe Nachfrage in der rosigen Zukunft der Euro-Zone liegt.

So lesen wir bei Reuters zwar nichts über die hohe Arbeitslosigkeit, doch viel über einen todsicheren Erfolg eines klassischen Roundtrip-Deals:

Das Interesse von Investoren nach einer zehnjährigen Anleihe überstieg am Dienstag das Angebot mindestens um das Dreifache, wie die Nachrichtenagentur Reuters von Personen erfuhr, die mit der Situation vertraut sind. Die Emission belaufe sich wahrscheinlich auf drei Milliarden Euro, während die Nachfrage der Anleger bereits neun Milliarden Euro erreicht habe. „Solch eine extrem hohe Nachfrage unterstreicht die zuletzt positive Stimmung gegenüber Irland“, sagte Anleihen-Händler Ryan McGrath vom Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald. Dies sei ein guter Vorbote für Emissionen anderer Euro-Länder.

Irland hatte Mitte Dezember als erster Krisenstaat den Euro-Rettungsschirm verlassen. Das Euro-Mitgliedsland musste vor drei Jahren mit 85 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds vor der Staatspleite bewahrt werden. Seither hat das Land harte Sparmaßnahmen verabschiedet, um die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. 2015 soll sich das Staatsdefizit nach Prognose der EU-Kommission mit drei Prozent wieder im erlaubten Rahmen bewegen. Bis dahin ist das nur 4,6 Millionen Einwohner zählende Land durchfinanziert, da es sich in den vergangenen anderthalb Jahren noch unter dem Schutz des Euro-Rettungsschirms bereits mit Geld am Kapitalmarkt eingedeckt hat. Im März 2013 hatte Irland einen zehnjährigen Bond über rund fünf Milliarden Euro begeben.

Konsortialführer bei der aktuellen Emission sind unter anderem die Deutsche Bank, Barclays, Morgan Stanley.

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