Prada: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Steuerhinterziehung

Italienische Behörden nehmen den Chef des Modehauses Prada ins Visier. Gegen Patrizio Bertelli wird wegen „Steuer-Vermeidung“ ermittelt. Prada soll bereits 420 Millionen Euro an die Steuerbehörden überwiesen haben.

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Die Eigner des italienischen Luxusmode-Konzerns Prada sind offenbar ins Visier von Steuerermittlern geraten. Es liefen Untersuchungen wegen Steuervermeidung gegen den Prada-Chef Patrizio Bertelli und seine Ehefrau, die Designerin Miuccia Prada, sagten drei mit den Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft vertraute Personen am Freitag. Laut der Zeitung Corriere della Sera haben Bertelli und Prada bereits 420 Millionen Euro an Italiens Steuerbehörden überwiesen, um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Demnach wird aber trotz dieser Zahlung gegen die beiden ermittelt.

Ein Sprecher der Prada-Anwälte erklärte, nichts von aktuellen Untersuchungen zu wissen. Die Staatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme ab. Im Dezember hatte die Prada Holding mitgeteilt, im Ausland – überwiegend in den Niedrig-Steuerländern Niederlande und Luxemburg – gehaltene Vermögenswerte nach Italien zurückholen zu wollen.

Eine Reihe von bekannten Unternehmen hat derzeit Ärger mit Italiens Steuerbehörden. Dazu gehören neben Apple auch die Modemacher Domenico Dolce und Stefano Gabbana. Dolce und Gabbana waren im Sommer wegen Steuerhinterziehung in Höhe von Hunderten Millionen Euro zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Alle Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

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