Finanz-Investoren verstärken Einsatz im Lebensmittel-Geschäft

US-Finanzinvestor Brynwood Partners übernimmt von Nestlé das Tiefkühl-Pasta-Segment in den USA. Der Schweizer Lebensmittelhersteller hat in den vergangenen Monaten mehrfach unrentable Produktlinien abgestoßen. Käufer waren jeweils Finanzinvestoren.

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Die genaue Höhe der Übernahme zwischen Nestlé und Brynwood Partners ist nicht bekannt, üblicherweise investiert das US-Unternehmen aber erst ab einer Summe von 100 Millionen Dollar. Brynwood Partners hat bereits zuvor bei Nestlé eingekauft. Sowohl 2004 als auch 2007 verkaufte Nestlé Schokoladenhersteller an den Investor. Im Mai übernahm Brynwood die Süßigkeiten-Marke „Bit-O-Honey“.

Nestlé untersucht momentan 1800 Produktlinien auf ihre Rentabilität, so Nestlé CEO Paul Bulcke zum WSJ. Allein in den vergangenen Monaten wurden eine US-Diät-Sparte, eine dänisches Speise-Eis-Marke, eine französische Mineralwasserfirma, und „Bit-O-Honey“ abgestoßen. Käufer waren jedes Mal Finanzinvestoren.

Im Februar 2013 wechselte die berühmteste Ketchup-Marke der Welt den Besitzer. Warren Buffet und Finanzinvestor 3G Capital war Heinz-Ketchup 23 Milliarden Dollar wert. Es war die größte Übernahme in der Lebensmittelbranche überhaupt. Wenige Monate nach dem Deal wollen die Investoren drei Firmen in den USA und Kanada schließen, 1350 Menschen verlieren so ihre Arbeit.

Der deutsche Suppenhersteller Erasco, momentan im Besitz der US-amerikanischen Campbell Soup Company, rückte im Sommer 2013 in das Interesse des Finanzinvestors CVC Capital, wie das Handelsblatt berichtete. Bereits im Jahr 2010 ging die Bäckereikette Kamps vom italienischen Nudelhersteller Barilla an den Frankfurter Finanzinvestor ECM.

Die großen Finanz-Investoren scheinen ein neues Betätigungsfeld gefunden haben. Allein 2012 flossen 350 Milliarden Dollar in junge Start-ups, die sich mit neuen Technologien im Lebensmittelbereich beschäftigen (mehr hier).

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