Fachmagazin kürt Draghi zum „Notenbanker des Jahres“

Das Londoner Magazin Centralbanking hat EZB-Chef Mario Draghi den Titel „Notenbanker des Jahres“ verliehen. Draghi habe entscheidend dazu beigetragen, das Vertrauen in den Euro wiederherzustellen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell:
Stuttgart-21-Gegner erstatten Strafanzeige gegen Pofalla

EZB-Präsident Mario Draghi ist für das Fachmagazin Centralbanking der „Notenbank-Gouverneur des Jahres“. Das teilte die in London herausgegebene Publikation am Montag mit. Draghi haben entscheidend dazu beigetragen, das Vertrauen in die von der Schuldenkrise geschüttelte Währungsunion und den Euro wiederherzustellen, hieß es in der Begründung für die erstmals vergebene Auszeichnung.

Draghi sagte, er fühle sich durch die Auszeichnung geehrt:

„Dank der EZB und der harten Arbeit der Regierungen bei der Umsetzung der fiskalischen Konsolidierung und der Strukturreformen, haben sich die Bedingungen in den Finanzmärkten seit Juli 2012 Schritt für Schritt gebessert. Es sind große Fortschritte erreicht worden im Hinblick auf die Steuerung der Eurozone, und die EZB spielt dabei ihre Rolle.“

Zuletzt erleichterte Draghi den europäischen Großbanken den Umgang mit Derivaten. Doch die gewaltigen Risiken, die die Banken mit Wetten eingehen, sind mit 3 Prozent Eigenkapital nicht abzufangen (mehr hier).

„Notenbank des Jahres“ wurde die Zentralbank von China. Der Preis für die „Transparenteste Notenbank des Jahres“ erhielt die Riksbank von Schweden.

Der frühere Fed-Chef Paul Volcker erhielt den Preis für sein Lebenswerk. Er hatte nicht nur während seiner Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve mit Erfolg die Inflation in den USA gestoppt, sondern in den vergangenen Jahren als Berater von Präsident Barack Obama als Reaktion auf die Finanzkrise eine strengere Regulierung vorangetrieben.

Nach ihm ist die sogenannte Volcker-Regel benannt, die Banken den Eigenhandel untersagt und dadurch das Risiko neuer Krisen senken soll. Die Einführung der Regel wurde Ende vergangenen Jahres von den US-Aufsehern beschlossen – allerdings in einer abgespeckten Version.

Weitere Themen
Investor Bell: „Der weltweite Kampf um Lebensmittel hat begonnen“
Griechenland nimmt führende Abgeordnete der „Goldenen Morgenröte“ fest
Boehringer: Wir fordern Transparenz über das deutsche Gold

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick