Griechenland nimmt führende Abgeordnete der „Goldenen Morgenröte“ fest

Zwei Abgeordnete der rechts-gerichteten Partei müssen wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ins Gefängnis. Seit Monaten geht Griechenland hart gegen die „Goldene Morgenröte“ vor. Sie soll in eine Serie von Anschlägen verwickelt sein.

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Zwei führende Abgeordnete der rechts-gerichteten Partei „Goldene Morgenröte“ sind am Samstag festgenommen worden. Yorgos Germenis und Panagiotis Iliopoulos wird vorgeworfen, einer kriminellen Vereinigung anzugehören.

Es gebe Beweise dafür, dass die „Goldene Morgenröte“ in Verbindung mit einer Serie von Anschlägen stehe, zitiert Kathimerini die Staatsanwaltschaft. Die beiden Männer bestritten die Vorwürfe. „Goldene Morgenröte ist eine rechtmäßige politische Partei, die an einem ernsthaften politischen Kampf teilnimmt“, sagte Iliopoulos.

Alle Abgeordneten der Parte bestreiten, in Morde verwickelt zu sein. Parteichef Nikos Michaloliakos und Dutzende weitere Abgeordnete sind bereits im September im Zusammenhang mit dem Tod des Rappers Pavlos Fissas im vergangenen Jahr festgenommen worden.

Bei den Wahlen im Jahr 2012 erreichte die Partei 18 Sitze im griechischen Parlament. In aktuellen Umfragen liegt die „Goldene Morgenröte“ auf Platz 3. Sie profitiert vom Ärger der Griechen über Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption im Land. Nach dem Tod von Fissas verlor sie jedoch ein Drittel ihrer Befürworter.

Seit Fissas‘ Tod geht die griechische Regierung hart gegen die rechts-gerichtete Partei vor. Im Dezember beschloss das Parlament in Athen, die staatliche Parteien-Finanzierung für die „Goldene Morgenröte“ auszusetzten (mehr hier).

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