Deutsche Bank verlangt mehr Zeit für „Kulturwandel“

Der Co-Chef der Deutschen Bank Fitschen will verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Die Korrektur der Fehlentwicklungen in seinem Institut werde aber noch lange dauern. Fitschen bittet die Bürger daher um Geduld.

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Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, hat um Geduld für den angekündigten Kulturwandel in seinem Institut geworben, mit dem das Institut Fehlentwicklungen der Vergangenheit korrigieren will.

„Das ist ein Prozess, der dauert“, sagte Fitschen am Mittwoch auf dem Neujahresempfang seines Unternehmens in Berlin. Er könne nur um Verständnis bitten, denn ein solcher Wandel benötige Zeit. Ziel sei es, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Fitschen sagte, dass er weitere Regulierungen in der Finanzbranche nicht pauschal ablehne. „Wir haben nichts gegen Regeln“, sagte er. Diese müssten aber sinnvoll und angemessen sein.

Der Co-Chef der Deutschen Bank unterstrich zudem die Bedeutung der verabredeten Bankenunion. Ganz besonders wichtig seien die angekündigten Prüfungen der Finanzsolidität und die Stresstests der großen europäischen Banken, bevor die EZB im November die Aufsicht übernimmt. Hier gehe es um Glaubwürdigkeit. „Das muss gelingen, sonst wird Europa leiden“, warnte er. Er selbst sei zuversichtlich.

Kürzlich suspendierte die Deutsche Bank nach internen Untersuchungen mehrere Devisenhändler. Diese stehen in Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben (mehr hier).

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