Eklat in Hessen: Max Mustermann verhindert Wahl Bouffiers

Die Wahl von Volker Bouffier zum neuen Ministerpräsidenten von Hessen scheiterte am Samstag im ersten Wahlgang, weil ein Scherzbold aus der Verwaltung einige Karten von Max Mustermann unter die Wahlzettel gemischt hatte.

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Im Landtag von Wiesbaden ist es am Samstag bei der Wahl zum Ministerpräsidenten zu einer Blamage gekommen: Die Wahl musste nach dem ersten Wahlgang für ungültig erklärt werden.

Obwohl sich CDU und Grüne auf eine Koalition verständigt hatten, endete die Wahl in einem Eklat: Die Landtagsverwaltung hatte drei falsche Stimmzettel ausgegeben. Statt des Namens des einzigen Kandidaten, Volker Bouffier, stand auf den Wahlzetteln „Max Mustermann“.

Max Mustermann hatte jedoch nicht kandidiert.

Vor der Bekanntgabe des Ergebnis brach unter den Auszählern jedoch erhebliche Unruhe aus: Sie stellten fest, dass für drei Stimmzettel Mustervordrucke verwendet hatten.

„Wir haben festgestellt, dass bei den Wahlkarten, die wir ausgegeben haben, falsche Wahlkarten dabei waren“, sagte Landtagspräsident Norbert Kartmann (passender Name für den Vorfall).

Die Wahl wurde für ungültig erklärt.

Beim nächsten Versuch ging dann alles gut: Einem Oppositionspolitiker scheint der Schreck sogar so sehr in die Glieder gefahren zu sein, dass er Bouffier gleich mitwählte.

Daher erhielt Volker Bouffier am Ende sogar 62 von 110 Stimmen und ist damit Ministerpräsident der ersten schwarz-grünen Landesregierung in einem Flächenstaat.

Vor der Wahl war Volker Bouffier (62, CDU) der einzige Kandidat, die Koalition aus CDU und Grünen hat eine Mehrheit von 61 der 110 Stimmen.

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