China verhängt im Solar-Streit Strafzölle gegen USA

China belegt Silizium-Einfuhren aus den USA für die Herstellung von Sonnenkollektoren mit einem Strafzoll von 2,1 Prozent. Zuvor hatten die USA Strafzölle von 30 Prozent auf chinesische Solar-Module erhoben.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Streit zwischen China und den USA über Dumpingpreise und Subventionen in der Solar-Industrie geht in die nächste Runde.

China verhängte am Montag erneut Strafzölle auf Solarprodukte aus den USA. Silizium-Einfuhren für die Herstellung von Sonnenkollektoren werde mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent belegt, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Für Importe aus Südkorea soll er zwischen 2,4 und 12,3 Prozent betragen. Die Strafzölle liegen im Rahmen der bereits im Vorjahr verhängten Aufschläge und gelten ab sofort für zunächst fünf Jahre. Auch die USA haben Strafzölle auf Solarprodukte aus China verhängt.

Chinesischen Herstellern sei „erheblicher Schaden“ zugefügt worden, da Unternehmen in den USA und in Südkorea ihre Produkte unter dem Herstellungspreis angeboten hätten, begründete das Ministerium seine Entscheidung. Zudem hätten die USA ihrerseits Strafzölle von 30 Prozent auf chinesische Solar-Module erhoben.

Die EU-Kommission hatte sich in dem Streit auch auf Druck Deutschlands im vergangenen Jahr gegen Strafzölle gegen China entschieden. Aus Furcht vor einem Handelskrieg wurde mit der Volksrepublik ein Mindestpreis vereinbart. Hintergrund waren Vorwürfe, dass chinesische Hersteller die Preise ihrer europäischen Rivalen um zweistellige Prozentsätze unterboten und ihre Produkte in Europa damit unter den Herstellungskosten verkauft haben.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick