Gewerkschafterin wird neue SPD-Generalsekretärin

Sigmar Gabriel schlägt Gewerkschaftsfunktionärin Yasmin Fahimi als neue Generalsekretärin der SPD vor. Darauf habe sich die engere Parteiführung verständigt. Fahimi folgt auf Andrea Nahles, die in der Bundesregierung Arbeitsministerin geworden ist.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

In der SPD ist drei Wochen nach Bildung der Bundesregierung die Entscheidung über das neue Spitzenpersonal in der Partei gefallen. Parteichef Sigmar Gabriel will dem Parteivorstand die Gewerkschaftsfunktionärin Yasmin Fahimi als neue Generalsekretärin vorschlagen, wie der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag bestätigt wurde. Darauf habe sich die engere Parteiführung verständigt. Die 45-Jährige leitete bisher das Ressort Politische Planung in der Zentrale der Gewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie in Hannover. Sie folgt auf Andrea Nahles, die in der Bundesregierung Arbeitsministerin geworden ist.

Neuer Schatzmeister soll demnach der westfälische Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan werden. Seine Vorgängerin Barbara Hendricks war als Umweltministerin in die Bundesregierung gewechselt. Der Parteivorstand soll am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz informiert werden.

Die Wahl der Generalsekretärin und des Schatzmeisters wie auch des schleswig-holsteinischen SPD-Chefs Ralf Stegner zum sechsten Stellvertreter von Gabriel soll auf einem außerordentlichen Parteitag am 26. Januar stattfinden. Für den Sonntag war in Berlin ohnehin eine Delegiertenkonferenz zur Aufstellung der Kandidatenliste für die Europawahl angesetzt. Diese wird nun kurzerhand durch einen außerordentlichen Parteitag ergänzt.

Hoffnung auf den Generalsekretärsposten hatte sich ursprünglich Stegner gemacht, der als Koordinator der SPD-Linken im Parteivorstand eng mit Gabriel zusammengearbeitet hatte. Allerdings galt in der Parteiführung nicht durchsetzbar, dass neben dem Parteichef und Fraktionschef Thomas Oppermann eine weitere Spitzenposition mit einem Mann besetzt wird. Gabriel sagte im Dezember, es sei nicht klug, die „Alltagsgesichter“ der SPD nur mit Männern zu besetzen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick