Banken-Sterben in Deutschland: Nur die Großen überleben

Die Zahl der deutschen Banken ist auf 1.885 gesunken. Im Jahr 1999 hatte es noch 3.280 selbstständige Geldinstitute gegeben. Aufgrund der massiven Regulierungen des Finanzsektors sind kleinere Banken nicht mehr konkurrenzfähig.

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Mehr als jede vierte Bank in der Eurozone steht in Deutschland. Ende des Jahres gab es hierzulande noch 1.885 Banken, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik der EZB hervorgeht. Ihre Zahl sank im vergangenen Jahr nur noch leicht um 1,6 Prozent. Im Jahr 1999 hatte es in Deutschland noch 3.280 selbstständige Geldinstitute gegeben, seither haben sich vor allem Genossenschaftsbanken und Sparkassen zusammengeschlossen.

In den 18 Ländern der Eurozone schrumpfte die Zahl der Banken 2013 um 3,8 Prozent auf 6.790. Den größten Kehraus gab es prozentual in den Krisenstaaten Zypern (minus 26 Prozent) und Griechenland (minus 17 Prozent).

Aus Luxemburg zogen sich vor allem massenhaft Geldmarktfonds zurück, die nach der EZB-Statistik auch zum Bankensektor gezählt werden. Banken im engeren Sinne gibt es in der Eurozone 5.909. Dazu kommen 645 Töchter oder Niederlassungen nicht-europäischer Banken, 108 davon allein in Deutschland.

Doch die große Bereinigung kommt erst noch: Die Banken in Europa bereiten sich auf viele Banken-Pleiten vor. Vor allem für die großen internationalen Investment-Banken brechen goldene Zeiten an (mehr hier).

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