Google entwickelt Kontaktlinsen zur medizinischen Überwachung

Das Unternehmen stattet Kontaktlinsen mit Sensoren aus, die den Blutzucker in der Tränenflüssigkeit messen. Integrierte LED-Leuchten sollen anzeigen, wenn der Blutzucker-Spiegel zu hoch ist. Die Erfindung soll Diabetikern dabei helfen, ihren Alltag leichter zu bewältigen.

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Der amerikanische Technologie-Konzern Google hat Kontaktlinsen entwickelt, die den Blutzucker-Spiegel erfassen können. Integrierte Sensoren messen den Blutzucker in der Tränenflüssigkeit und leiten die Daten an einen Miniatur-Chip in der Linse weiter. Der Prototyp sei in der Lage, in jeder Sekunde eine Messung des Blutzuckers vorzunehmen. Zukünftig sollen LED-Lampen in der Linse dem Träger anzeigen, wenn bestimmte Grenzwerte erreicht werden. Das Unternehmen hofft so „einen neuen Weg für Menschen mit Diabetes zu entwickeln, mit ihrer Krankheit umzugehen“, wie BBC berichtet.

Etwa 5 Prozent der Weltbevölkerung leidet an einer Form von Diabetes. In den USA wird die Zahl der Menschen mit Diabetes sogar 26 Millionen (8 Prozent) geschätzt. Knapp 80 Millionen Menschen haben zudem stark erhöhte Blutzucker-Werte und gelten damit als zukünftige Diabetes-Kandidaten, berichtet Ärztezeitung. Die Internationale Diabetes Föderation (IDF) geht in einem Bericht davon aus, dass im Jahr 2035 etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung an einer Form der Blutzucker-Erkrankung leiden wird.

Das Unternehmen ist auf dem Sektor der mobilen Technologie weiter auf dem Vormarsch. Analysten schätzen, dass dieser Markt in den nächsten fünf Jahren einen Zuwachs von bis zu 35 Milliarden Euro verzeichnen wird.

Mit Google Glass entwickelte die Firma bereits einen tragbaren Computer der in einer Brille integriert ist. Das Produkt löste weltweit heftige Kritik aus, da es massiv in die Privatsphäre. Denn für Außenstehende sei nicht ersichtlich, ob sie gerade mit Google Glass fotografiert würden oder nicht. Zudem würden die Geräte umfangreiche Profile mit Standortdaten, Nachrichten und Fotos erstellen. (mehr hier).

Die Kontaktlinse befindet sich dagegen in einem frühen Entwicklungsstadium.

„Wir befinden uns mit dieser Technologie noch am Anfang, aber wir haben schon einige klinische Studien abgeschlossen, die uns helfen unseren Prototyp weiterzuentwickeln“, sagte das Unternehmen in einem Blogeintrag.

Google wird mit der Food and Drug Administration (FDA) in den USA zusammen arbeiten, um das Produkt für den Massenmarkt zuzulassen. Zusätzlich ist das unternehmen auf der Suche nach Partnern, die diverse Apps zur medizinischen Überwachung entwickeln.

Die FDA lies vor kurzem Mikrochips zur oralen Einnahme zu. Die Chips, die eine Größe von Sandkörnern haben, werden in Pillen eingelassen und zur medizinischen Überwachung eingesetzt (hier).

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