Wut auf die EU: Fluglotsen kündigen Streik an

Die deutschen und französischen Fluglotsen streiken gemeinsam gegen die geplante Reform der europäischen Luftraumüberwachung. Die Flugsicherungs-Firmen würden durch Gebührensenkungen massiv unter Druck gesetzt, so die Gewerkschaften. Darunter leide letztlich auch die Sicherheit im Luftraum.

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Die deutschen Fluglotsen werden kommenden Mittwoch zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr streiken. Das sagte ein Sprecher der Fluglotsen-Gewerkschaft (GdF) am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Bei der Arbeitsniederlegung handle es sich um einen Solidaritätsstreik mit den französischen Fluglotsen, die nächste Woche ebenfalls in den Ausstand treten wollten. Mit dem Arbeitskampf protestiert der Berufsstand gegen die geplante Reform der europäischen Luftraumüberwachung durch die EU-Kommission.

Arbeitnehmervertreter wie die GdF werfen der Kommission vor, sie fordere stetige Gebührensenkungen, die den Airlines zugutekämen. Die Flugsicherungsfirmen würden dabei so stark unter Druck gesetzt, dass dort ein Überlebenskampf beginne, unter dem letztlich die Sicherheit im Luftraum leiden werde, argumentieren sie.

Es ist nicht der erste Versuch der GdF und der europäischen Gewerkschaften, gegen den Kommissionsvorschlag zu demonstrieren. Bereits im Oktober war ein europaweiter Streik angekündigt worden, jedoch in letzter Minute abgesagt, da die EU mildere Töne angeschlagen hatte.

Die Folgen des Streiks für Flugreisende dürften erheblich sein, da ohne Fluglotsen in ganz Deutschland kein Flugzeug starten oder landen darf – selbst das Überfliegen des Landes ist verboten.

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