Bistümer stecken Millionen in insolventen Weltbild-Verlag

Mit 35 Millionen Euro wollen zwei Bistümer den insolventen Weltbild-Verlag unterstützen. Das Geld soll Tausende Arbeitsplätze retten. Der Insolvenz-Verwalter braucht dringend Kapital, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

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Die Bistümer München-Freising und Augsburg wollen den Weltbild-Verlag in der Insolvenz unterstützen. Beide Bistümer wollen insgesamt 35 Millionen Euro investieren, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Mit dem Geld sollen Tausende Arbeitsplätze bei Weltbild und seinem Partner Hugendubel erhalten bleiben (mehr zur Weltbild-Insolvenz hier).

Der Insolvenz-Verwalter von Weltbild braucht umgehend 15 Millionen Euro, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Weitere 20 Millionen Euro benötigt der Insolvenz-Verwalter für die Fortführung der Deutschen Buch Handels GmbH (DBH). Über die DBH ist Weltbild direkt mit dem deutschlandweit tätigen Buchhändler Hugendubel verbunden.

Beide Unternehmen halten 50 Prozent an DBH. Bei DBH sind 3.100 Arbeitsplätze bedroht. Bei Hugendubel arbeiten 1.700 Mitarbeiter in deutschlandweit 77 Filialen. Von der Weltbild-Insolvenz betroffen sind derzeit 2.200 Mitarbeiter in Augsburg. Mit dem Geld sollen die Partner vor schwerwiegenden Folgen der Weltbild-Insolvenz geschützt werden.

Das Vorgehen der Kirche unterscheidet sich wohltuend von anderen Pleite-Unternehmern: Der Kölner DuMont-Verlag – ein Prachtexemplar des rheinischen Katholizismus- hatte sich bei der Pleite der Frankfurter Rundschau mit Rettungsgelden vornehm zurückgehalten, nachdem die Kölner das Blatt durch schlechten Management gegen die Wand gefahren hatten (mehr hier).

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