Iran-Geschäfte: Deutsche Börse muss Millionen-Strafe zahlen

Rund um die Iran-Affäre einigten sich das US-Finanzministerium und der deutsche Börsenbetreiber auf ein Zahlung in Höhe von 152 Millionen Dollar. Die Strafe wurde wegen der Schließung von Konten iranischer Kunden im Jahr 2007 verhängt.

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In dem seit Jahren währenden Streit um Iran-Geschäfte zahlt die Deutsche Börse eine Geldstrafe von 152 Millionen Dollar. Das US-Finanzministerium und der Börsenbetreiber teilten mit, man habe sich auf diese Summe geeinigt. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten sich beide Seiten grundsätzlich auf den Vergleich geeinigt. Die Strafe wurde wegen der Schließung von Konten iranischer Kunden 2007 verhängt.

Ebenfalls aus der Welt geschafft hat die Deutsche Börse 2012 den Streit um die Entschädigung von US-Anschlagsopfern. Das Unternehmen willigte ein, Kundengelder für Familien von Soldaten freizugeben, die 1983 bei einem Bombenanschlag auf eine Kaserne in der libanesischen Hauptstadt Beirut verletzt oder getötet wurden. Im Gegenzug ließen die Angehörigen ihre Klagen gegen das Tochterunternehmen Clearstream fallen.

Die Angehörigen der US-Soldaten machten den Iran für den Anschlag verantwortlich und setzten sich mit dieser Sichtweise vor einem US-Gericht durch. Es verurteilte die Islamische Republik zur Zahlung von 2,65 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen.

Um an die Gelder heranzukommen, ließen die Kläger 2008 bestimmte Vermögenswerte von Clearstream in den USA einfrieren, weil diese ihrer Ansicht nach einer iranischen Regierungsstelle zuzurechnen waren, und pochten auf deren Auszahlung. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream, zu deren Aufgabe es gehört, die Vermögenswerte ihrer Kunden zu schützen, stimmte dem schließlich zu – auch weil sich die USA einige Gesetze in diesem Bereich verschärft hat.

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