Olympia: Eine Goldmedaille, die keine ist

Die olympische Goldmedaille besteht fast nur aus Silber, gemischt mit etwas Bronze. Der Goldanteil liegt nur knapp über einem Prozent. Der materielle Wert beträgt deswegen nur 500 Dollar. Allerdings werden zehn Gewinner eine ganz spezielle Goldmedaille erhalten – angereichert mit jenem Meteoriten, der vor einem Jahr in Russland eingeschlagen ist.

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Die olympischen Goldmedaillen bestehen nur zu 1,34 Prozent beziehungsweise sechs Gramm aus Gold. Der Rest ist zu 93 Prozent Silber und 6 Prozent Kupfer. Eine Goldmedaille hat dadurch aktuell einen Wert von ca. 500 US-Dollar. Würde die Medaille wirklich aus reinem Gold bestehen, läge der Wert bei weit über 15.000 US-Dollar, so Edelmetall-Experte Benjamin Müller.

Die für die olympischen Spiele und die Paralympics in Sotschi hergestellten Medaillen haben einen Durchmesser von zehn Zentimetern. Auf einem Polykarbonat-Einsatz findet sich der Abdruck einer traditionellen Patchwork-Decke, die die vielfältigen Traditionen und Kulturen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen Russlands zeigen soll.

Eine besondere Goldmedaille erhalten die Gewinner der zehn Wettkämpfe vom 15. Februar. Ein Teil des Meteoriten, der dann genau vor einem Jahr in Zentral-Russland auf die Erde gekracht war (mehr hier), wird in die Medaillen eingearbeitet, berichtet BBC.

Bei den ersten drei Olympischen Spielen der Neuzeit, 1896 bis 1904, bekamen nur die ersten beiden Plätze Medaillen. Für den Gewinner gab es Silber und für den zweiten Platz Bronze. Erst 1908 wurde die Goldmedaille eingeführt, die anderen Medaillen wurden einen Platz nach unten gereiht, so das Olympia-Lexikon.


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