Hohe Verschuldung: Portugal muss Miro-Sammlung verkaufen

Das hoch verschuldete Portugal verkauft seine Sammlung von Miro-Bildern. Ein Gericht erlaubte die Versteigerung von 85 Gemälden. Die Auktion in London soll 35 Millionen Euro einbringen.

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Das hoch verschuldete Portugal verkauft seine Sammlung von Miro-Bildern. Ein Gericht machte am Dienstag den Weg für die Versteigerung von 85 Bildern des spanischen Malers Joan Miro im Wert von mehr als 35 Millionen Euro frei.

Bereits am Abend stehen die ersten Werke zur Auktion in London an – darunter auch das Gemälde „Femmes et oiseaux“ (Frauen und Vögel) aus dem Jahr 1968, das allein zwischen 4,8 und 8,3 Millionen Euro einbringen. Der geplante Verkauf der Bilder war bei Oppositionspolitikern, Staatsanwälten und in der Bevölkerung auf Kritik gestoßen. Trotz des schmerzhaften Sparkurses, der viele Portugiesen belastet, machten zahlreiche Bürger mit einer Unterschriftensammlung dagegen mobil.

Die Sammlung gelangte bei der Verstaatlichung der Pleite-Bank BPN 2008 in den Besitz der Regierung. Mit dem Erlös aus ihrem Verkauf sollen die Kosten der Bankenpleite begrenzt werden. Die Versteigerung im Auktionshaus Christie‘s läuft noch bis Mittwoch.

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