Deutsche Industrie erhält weniger Aufträge

Wegen eines Rückgangs der Binnen-Nachfrage um 1,6 Prozent gingen die Aufträge der deutschen Industrie im Dezember leicht zurück. Die deutschen Unternehmen haben vor dem Hintergrund der Krise weniger investiert.

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Die Aufträge der deutschen Industrie gingen im Dezember überraschend zurück. Ursache ist die schwächere Binnennachfrage. Die deutschen Unternehmen haben weniger investiert.

Der Auftragseingang der deutschen Industrie sank im Dezember um 0,5 Prozent, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet.

Die deutsche Binnennachfrage fiel im Dezember um 1,6 Prozent, berichtet Bloomberg. Die Exporte stiegen um 0,4 Prozent. Bestellungen aus der Eurozone stiegen um 7,5 Prozent, Bestellungen von außerhalb fielen jedoch um 3,7 Prozent.

Langfristig steige die Nachfrage nach deutschen Produkten, so das von Sigmar Gabriel (SPD) geführte Ministerium. „Besonders erfreulich ist, dass die kräftig steigenden Auftragseingänge aus dem Euro-Gebiet eine weiter fortschreitende Erholung signalisieren.“

Die Investitionsgüter-Aufträge legten um 1 Prozent zu. Schlechter sah es dagegen für die Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien mit einem Rückgang von 2,2 Prozent und Konsumgütern mit minus 2,0 Prozent aus.

Im Gesamtjahr 2013 erhielte die Industrie 1,6 Prozent mehr Bestellungen. Die deutsche Wirtschaft hatte 2013 nur ein mageres Wachstum von 0,4 Prozent geschafft.

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