Griechische Extremisten planen Anschläge

In Griechenland hat sich eine linksradikale Gruppierung zum Anschlag auf die Athener Residenz des deutschen Botschafters im Dezember bekannt. In dem Bekennerschreiben kündigt sie weitere Anschläge an und ruft die Griechen dazu auf, sich ihr anzuschließen.

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Eine linksradikale Gruppe hat sich zum Anschlag auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen bekannt und weitere Anschläge während der laufenden griechischen EU-Ratspräsidentschaft angekündigt.

In dem am Dienstag veröffentlichten Bekennerschreiben begründete eine „Kampfgruppe des Volkes“ den Beschuss der Botschafter-Residenz mit den Reformauflagen der internationalen Kreditgeber und dem Sparkurs der Regierung:

„Als wir die Luxusvilla des deutschen Botschafters mit Schüssen übersäten, hatten wir Tausende an unserer Seite, die arbeitslos sind und Schlange vor den Suppenküchen stehen.“ Als Beispiel führten die Extremisten das Schicksal eines 77-jährigen Rentners an, der sich bei einer Demonstration vor dem Parlament in Athen erschossen hatte.

Vor der Residenz des deutschen Botschafters waren Ende Dezember über Nacht rund 60 Schüsse aus Maschinenpistolen in die Luft abgegeben worden, vier trafen das Metalltor.

Im Zuge der Schuldenkrise in Griechenland ist es in der Bevölkerung wiederholt zu Anfeindungen gegen Deutschland gekommen. So bewarfen Staatsbedienstete 2012 einen deutschen Diplomaten mit Wasserflaschen.

In dem Bekennerschreiben kündigte die Guerillagruppe weitere Anschläge an und rief andere Gruppen zu ähnlichen Angriffen auf: „Die griechische EU-Ratspräsidentschaft bietet uns in vielerlei Hinsicht große Möglichkeiten. Lasst sie uns nutzen!“

Die Regierung in Athen hat Anfang des Jahres turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernommen und übergibt sie im Juli an Italien.

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