Allianz steigt für 110 Millionen Euro bei Bayern München ein

Die Allianz-Versicherung wird neben Audi, Adidas und dem FC Bayern vierter Eigentümer des Fußball-Clubs. Der Konzern interessiert sich vor allem für die langfristigen Namensrechte am Stadion und wird versuchen, die Mitglieder FC Bayern zu Kunden zu machen.

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Der Versicherungsriese Allianz wird für 110 Millionen Euro vierter Aktionär des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München. Der Namensgeber des Münchener Stadions („Allianz-Arena“) erwirbt über eine Kapitalerhöhung 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG, wie die Vertragspartner am Dienstagabend mitteilten. Damit liegt die Allianz gleichauf mit dem Sportartikelhersteller Adidas und dem Autobauer Audi , Mehrheitseigner bleibt der Verein FC Bayern München e.V. Damit wird das mit Abstand erfolgreichste deutsche Fußball-Unternehmen mit 1,32 Milliarden Euro bewertet. Adidas hatte für seinen Anteil 2002 noch 75 Millionen Euro gezahlt, Audi 2010 und 2011 insgesamt 90 Millionen.

Bayern München hatte im vergangenen Jahr die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal, die europäische Champions League und die Vereins-Weltmeisterschaft gewonnen. Mit dem Geld tilgt der FC Bayern die restlichen Schulden, die er für den Bau des 2005 eröffneten und 340 Millionen Euro teuren Stadions aufgenommen hatte. Eigentlich sollten die Kredite erst 2018 zurückgezahlt werden.

Das 71.000 Zuschauer fassende Stadion wird auch vom Lokalrivalen TSV 1860 München genutzt, der seine Anteile aber an den FC Bayern verkaufen musste. Der Rest der Allianz-Finanzspritze fließt in den Bau eines neuen Nachwuchs-Leistungszentrums, das in der Nähe der Arena im Norden Münchens geplant ist.

Gleichzeitig wurden auch die Namensrechte am Stadion für weitere zehn Jahre an die Allianz vergeben; der Vertrag läuft nun bis 2041. Zudem werde „die Präsenz der Allianz in der Arena und im Markenauftritt des FC Bayern München verstärkt“, hieß es in der Mitteilung. Für Fans des Klubs will die Allianz spezielle Versicherungsprodukte anbieten.

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