Griechenland: Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhoch von 28 Prozent

Die Lage für die griechische Bevölkerung wird immer schlimmer: Die Arbeitslosigkeit steigt unaufhaltsam weiter. Beobachter erwarten weitere Entlassungen im ersten Quartal 2014.

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In Griechenland ist die Arbeitslosigkeit trotz erster Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung auf einen neuen Rekord gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag im November mit 28 Prozent so hoch wie nie zuvor, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten der griechischen Statistikbehörde zeigen. Im Oktober waren es nach revidierten Zahlen 27,7 Prozent gewesen. Eklatant ist die Jugendarbeitslosigkeit: In der Gruppe der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden 15- bis 24-Jährigen waren im November 61,4 Prozent ohne Job.

Der Ökonom Nikos Magginas von National Bank führte den Anstieg auch auf weniger Touristen in dem Herbstmonat zurück. Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Stütze der griechischen Wirtschaft. In anderen Sektoren wie Einzelhandel, Industrie und Bau gab es zuletzt Hinweise darauf, dass das milliardenschweren Hilfen gestützte Euro-Land seine Rezession überwindet.

Die Regierung erwartet für 2014 ein Wachstum von 0,6 Prozent und sieht sich zudem bei der Haushaltssanierung auf gutem Weg. Sie steht aber vor den Kommunal- und der Europawahlen im Mai unter massiven Druck, auch auf dem Arbeitsmarkt Erfolge zu präsentieren. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2008, als die Krise begann. Sie ist derzeit zugleich mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der Euro-Zone. Volkswirt Magginas geht von einem weiteren Anstieg im laufenden Quartal aus. Die Entlassungswelle der Unternehmen sei noch nicht zu Ende.

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