Milliardäre wetten gegen US-Aktienmarkt

Die Großinvestoren Warren Buffet und George Soros wetten auf einen baldigen Crash am Aktienmarkt. Sie vertrauen der Wirtschaft nicht mehr. Deswegen verkaufen sie ihre Anteile an US-Konzernen. Andere Hedgefonds-Manager folgen ihrem Beispiel.

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Der Großinvestor Warren Buffett wettet auf ein Ende des Aktienbooms an der Wall Street. Sein Investmentfonds Berkshire Hathaway verkauft massenhaft Anteile von großen US-Unternehmen wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson und Kraft Foods. Als Grund dafür nannte Buffett die „enttäuschende Leistung“ der Unternehmen.

Alle drei Konzerne stützen sich zum großen Teil auf die Binnennachfrage in den USA. Wenn Buffett sein Vertrauen in diese Unternehmen verloren hat, kann das ein baldiges Einbrechen der US-Wirtschaft bedeuten. Immerhin hängt diese zu 70 Prozent vom Inlandskonsum ab. Eine schwächere US-Wirtschaft würde auch die amerikanischen Börsen stark belasten. Die letzte Kurskorrektur der US-Börse S&P500 liegt nun schon 28 Monate zurück.

Buffett, der sich durch regelmäßige Renditen von über 20 Prozent den Beinamen „Orakel von Omaha“ verdient hat, ist bekannt für sein frühes Erkennen von wirtschaftlichen Tendenzen. Viele erfolgreiche Hedgefonds-Manager und Investoren folgen seinem Beispiel. Einer dieser Investoren ist John Paulson von Paulson & Co, wie Yahoo Finance berichtet. Sein Hedgefonds verkaufte einen Großteil seiner Anteile an der US-Bank JPMorgan Chase und alle Anteile am Bekleidungsunternehmen Family Dollar.

Auch der Großinvestor George Soros wettet auf einen Crash am US-Aktienmarkt. Sein Hedgefonds Soros Fund Management hat seine Short-Positionen auf den US-Leitindex im vierten Quartal 2013 um 154 Prozent ausgebaut, wie das Wall Street Journal berichtet. Mit Short- oder Put-Positionen können Anleger auf fallende Kurse an den Börsen setzen. Die Short-Position auf den US-Aktienmarkt in Soros Hedgefonds macht mittlerweile 11 Prozent aus. Sie ist binnen kurzer zeit von 470 Millionen auf 1,3 Milliarden Dollar gestiegen.

Soros hatte Anfang des Jahres wiederholt auf die Kreditklemme in China hingewiesen, die auch die westlichen Börsen in Mitleidenschaft ziehen könnte (mehr hier).


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