Steuer auf Aktienkauf belastet die Klein-Anleger

Die deutschen Sparkassen kritisieren die geplante Besteuerung von Aktiengeschäften. Aktien seien für die privaten Haushalte eine der wenigen Alternativen bei der Altersvorsorge. Denn aufgrund der niedrigen Zinsen lohnen sich Sparguthaben nicht mehr.

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Als „verfehlt“ und „volkswirtschaftlichen Holzweg“ bezeichnet der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, Überlegungen, die Finanztransaktionsteuer zunächst nur auf Aktiengeschäfte zu erheben. Diese dürften nicht weiter erschwert werden.

„Gerade in einer Niedrigzins-Phase sind Aktien und Fonds für breite Gesellschaftsschichten eine der wenigen Alternativen, um das Ersparte langfristig rentierlich anzulegen. Insbesondere die Altersvorsorge breiter Gesellschaftsschichten würde weiter erschwert. Das kann nicht der Sinn einer Finanztransaktionsteuer sein.“

Wenn überhaupt, sei eine solche Steuer nur sinnvoll, wenn sie an den internationalen Spekulationsgeschäften ohne Bezug zur Realwirtschaft ansetze. Fahrenschon: „Es muss um mehr Stabilität auf den Finanzmärkten gehen. Das erreicht man nicht, indem man den privaten Haushalten einen Strich durch ihre Vorsorge-Bemühungen macht.“

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