IWF fordert EZB zu verstärktem Geld-Drucken auf

Der IWF sieht kein Ende der globalen Wirtschaftskrise und verlangt von den Zentralbanken mehr billiges Geld. Vor allem die EZB solle den Markt mit noch mehr Liquidität spülen.

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Der Internationale Währungsfonds hat die Europäische Zentralbank aufgefordert, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Die japanische Notenbank sollte sich dem anschließen, falls es keine weiteren Fortschritte gebe, ihr Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Der IWF mahnte die Notenbanken, stärker zusammenzuarbeiten. Dafür gebe es Spielraum.

Der IWF hat die Industriestaaten außerdem gewarnt, ihre Konjunkturhilfen zu schnell zurückzufahren. Die Erholung der Weltwirtschaft sei noch zu schwach, hieß es in einem Papier für das G20-Treffen, das am Wochenende in Sydney stattfindet. Die jüngsten Marktturbulenzen hätten gezeigt, dass es in Schwellenländern noch große Risiken gebe. Zwar geht der IWF für dieses Jahr weiter von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,75 Prozent und von vier Prozent 2015 aus. Von der sehr niedrigen Inflationsrate der Euro-Zone gingen jedoch neue Risiken aus. Zudem bräuchten die Schwellenländer eine verlässliche Wirtschaftspolitik, um Turbulenzen meistern zu können.

„Es ist wichtig, einen frühzeitigen Abzug der Konjunkturhilfen zu vermeiden – auch in den USA“, erklärte der IWF. Die US-Notenbank Fed hatte Ende des vergangenen Jahres begonnen, den milliardenschweren Aufkauf von Staatsanleihen herunterzufahren. Das löste einen Abfluss von ausländischem Kapital in Schwellenländern aus, was wiederum die Finanzmärkte in Turbulenzen stürzte.

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