Royal Bank of Scotland streicht 30.000 Jobs

Die verstaatlichte Royal Bank of Scotland plant die Entlassung von 30.000 Mitarbeitern. Die Sparpläne treffen vor allem das Investment-Banking. Die britische Bank wurde nach der Finanzkrise vom britischen Steuerzahler vor der Pleite bewahrt.

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Bei der Royal Bank of Scotland (RBS) fallen Insidern zufolge womöglich bis zu 30.000 Arbeitsplätze weg. Das britische Geldhaus werde das Investmentbanking und das internationale Geschäft zurückfahren, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen zu Reuters. Hinzu komme der bereits beschlossene Verkauf von Geschäftsbereichen. Damit sinke die Zahl der Stellen um 20.000 bis 30.000. Derzeit zählt das Geldhaus rund 120.000 Beschäftigte weltweit.

Die Bank wurde in der Finanzkrise mit Steuergeldern von umgerechnet 55 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt. Seitdem kontrolliert die britische Regierung 81 Prozent der Anteile.

RBS steht unter dem Druck von Abgeordneten, sich stärker auf das heimische Privat- und Firmenkundengeschäft zu konzentrieren und weniger auf das riskante Investmentbanking. Finanzminister George Osborne wünscht sich RBS mehr wie die ebenfalls staatlich gestützte Lloyds, die mit einem deutlich kleineren Investmentbanking auskommt. Es wird erwartet, dass sich der Staat bei Lloyds in den nächsten zwölf Monaten komplett zurückzieht und seine Aktien an private Investoren verkauft. Bei RBS ist dieser Schritt Experten zufolge noch Jahre entfernt.

Die Insider ergänzten, der neue RBS-Chef Ross McEwan werde die Sparpläne zusammen mit den Geschäftszahlen für das vergangene Jahr am kommenden Donnerstag vorstellen. Er hat den RBS-Bankern zudem einen umfassenden Kulturwandel verordnet, nachdem das Institut in mehrere Skandale verwickelt war.

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