Warn-Streik verursacht Chaos am Frankfurter Flughafen

Weil das Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen streikt, finden dort am Freitag keine Kontrollen mehr statt. Die Reisende wurden aufgefordert, nicht mehr zum Flughafen zu kommen und stattdessen die Bahn zu nutzen.

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Viele Passagiere, die ins Wochenende starten wollten, sitzen fest oder müssen auf die Bahn ausweichen.

Das Problem sei, dass die Passagiere nicht durch die Fluggastkontrolle kämen, hier gebe es sehr lange Wartezeiten, sagte ein Flughafen-Sprecher. Wegen der Arbeitsniederlegung seien lediglich zwei Drittel der Kontrollstationen besetzt. Deshalb verpassten Gäste ihre Flüge, viele Plätze in den Maschinen blieben leer. „Wir raten den Passagieren von einer Anreise zum Flughafen ab.“

Die Situation spitzte sich am Mittag zu: Wegen des Passagierandrangs wurden die Zugänge zu den Sicherheitskontrollen vorübergehend geschlossen. An dem Freitag rechnete der Flughafenbetreiber Fraport mit 150.000 Passagieren.

Schwer getroffen ist von dem Ausstand die Lufthansa, die knapp 40 Flüge absagte. Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen seien „erheblich“, sagte ein Konzernsprecher. „Wir empfehlen daher allen innerdeutschen Fluggästen der Lufthansa, wenn möglich alternative Verkehrsmittel zu nutzen und beispielsweise auf die Bahn auszuweichen.“ Passagiere, die die Bahn nutzten, erhalten den Wert des ungenutzten Flugscheins erstattet.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Mitarbeiter aller privaten Sicherheitsfirmen an Deutschlands größtem Flughafen dazu aufgerufen, die Arbeit bis 23.00 Uhr ruhen zu lassen. In dem Bereich arbeiten 5.000 Beschäftige. Verdi verleiht damit der Forderung nach einem einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro Nachdruck.

Der Arbeitgeberverband BDSW nannte die Vorstellungen von Verdi überzogen und kritisierte das Vorgehen scharf. „Wenn den ganzen Tag gestreikt wird, ist das kein Warnstreik mehr“, sagte BDSW-Geschäftsführer Harals Olschok.

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